Gedanken für meine Prinzessin
Taufe 04.12.2005
Taufsprüche
Freundschaften
Schutzengel
Nachdenkliches
Wir in Gottes Hand.
Kinder werden nicht gefragt
Wie gut, dass es Oma und Opa gibt!
Wir bauen eine Brücke
10 Gebote
Glaube, noch Zeitgemäß?
Erläuterung zum Gebot 4
Familienkonflikt
Enkel - Großmutter
Mit Kleinkindern philosophieren
Wie können Eltern die Konzentrationsfähigkeit ihre
Wie können Eltern ihren Kindern beim Spracherwerb
Sprache lernen
Erzählen, vorlesen, selber lesen
Bewegung macht Kinder klug
Kinder brauchen Kinder
Soziale Kontakte zwischen Kleinkinder
Was Kinder über Streit und Konfliktlösungen denken
Nur ein Kinderspiel? - oder: Wie Spielen bildet
Vertrautheit fördert und erleichtert den sozialen
Kleinkindforschung und Kleinkindbetreuung
Kreativität der Kinder
Selbstbewusstsein der Kinder stärken
Nachdenkliches
Das Jahr 2006
Kindergedichte
Kindergedichte
Tagebuch eines Kleinkinds 1
Tagebuch eines Kleinkinds 2
Sinnsprüche für Kinder
Halloween
Kindermärchen in Kindergarten und Hort
Abends ein altes Märchen vorlesen - warum nicht:
Martinslieder
Bommel Brummbär und sein Freund Ferdy
Die Fieberelfen
Unser Schnuffi
Frosch Frederiks Geburtstag!
Kinderfragen



Der frohe Ostergruß





Der Frühling kommt bald

Auf Wunsch der Eltern wurden die Seiten und Bilder entfernt




Herr Winter,
geh hinter,
der Frühling kommt bald!
Das Eis ist geschwommen,
die Blümlein sind kommen,
und grün wird der Wald.

Herr Winter,
geh hinter,
dein Reich ist vorbei.
Die Vögelein alle,
mit jubelndem Schalle,
verkünden den Frühling.


Nun treiben wir den Winter aus,
den alten kalten Krächzer,
und jagen ihm zum Land hinaus,
den Brummbär und den Ächzer,
und laden uns den Frühling ein
mit Blumen und mit Sonnenschein,
juhei, juhei, juhei!
O komm herbei! O mai, o Mai!

Das Leere Stroh, das dürre Reis
und alles, was vermodert,
das geben wir dem Feuer preis,
das hoch die Flammen lodert,
und laden uns den Frühling ein
mit Blumen und mit Sonnenschein,
juhei! Juhei, juhei!
O komm herbei! O mai, o Mai!

Das Lied ist aus!
Der Winter ist vergangen,
wir singen drum ein Gloria
dem Lemz, der angefangen.
Jetzt zieht der frohe Frühling ein
mit Blumen und mit Sonnenschein,
juhei! Juhei, juhei!
O komm herbei! O mai, o Mai!



Die Verurteilung Jesu

Der Todestag war angebrochen. Am frühen Morgen versammelte sich der hohe Rat der Juden und sprach das Todesurteil über ihn aus, wie sie es in der Nacht beschlossen hatten. Es war von nichts anderem mehr die Rede. Zwar willigte einer von ihnen, Joseph von Arimathia, nicht in ihren Rat; Nikodemus auch nicht, der einst in der Nacht zu Jesu gekommen war. Sie liebten und ehrten ihn, aber sie konnten ihn nicht mehr retten.
Hierauf führten ihn seine Feinde vor den römischen Statthalter oder LAndpfleger Pontius Pilatus, damit er das Todesurteil bestätigte und vollziehe. Sie selbst durften vollziehen.
Es zog auch viel zusammengelaufenes Volk mit. Pilatus fragte sie: "Was habt ihr für eine Klage gegen diesen Menschen?"
Sie sprachen: " Das Volk macht er aufrührerisch und verbietet, den Kaiser zu ehren, und sagt, er sei der König. "Sie beschuldigen ihn nämlich, dass er ein weltlicher König sei und dem Kaiser die Herrschaft über das Land entziehen wolle.
Pelatus verhörte ihn: Bist du der König der Juden? Jesus antwortete ihn: " Ein König bin ich. Aber mein Reich ist nicht von dieser Welt. "Pilatus überzeugte sich bald von der Unschuld des frommen Jesus und dachte daran, ihn zu retten. Deswegen hörte er nicht gerne, dass Jesus den Ausdruck gebrauchte: "Ich bin ein König." Er hätte lieber gehört: " Ich bin kein König. " Aber Jesus sprach: " Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll."


Pilatus gab den Juden unverhohlen den Bescheid, dass er keine Schuld an ihm finde. Aber sie beharrten darauf, dass er nach ihrem Gesetz sterben müsse. Pilatus schickte Jesus zu Herodes, weil Herodes Fürst von Galiää war; damals aber befand er sich in Jerusalem. Herodes verspottete ihn und schickte ihn wieder zurück.
Pilatus wandte sich nun an das Volk, das sich vor dem Richthaus versammelt hatte. Das Volk hatte ein altes Recht, zum Osterfest einen von den Gefangenen freizubitten. Damals saß ein Aufrührer und Mörder mit Namen Barrabas gefangen. Pilatus sprach zum Volk: " Soll ich euch den Barrabas losgeben oder Jesus?" Er hoffte, das Volk würde um Jesus bitten. Aber sie baten um Barrabas. Er fragte sie: " Was soll ich denn mit Jesus anfangen?" Sie anworteten: "Kreuzige ihn!"
Pilatus machte noch einen Versuch, das Mitleiden des Volks zu erregen, indem er Jesus geißeln ließ. Nach der Geißelung legten ihmdie römischen Kriegsknechte einen Purpurmantel u. Sie flochten eine Krone von Dornen und setzten sie auf den Kopf. Sie gaben ihn einen Stab in die rechte Hand, knieten vor ihm nieder und spotteten: "Gegrüßt seist du, der Juden König!" Sie standen wieder auf, nahmen den Stab aus seiner Hand und schlugen damit auf seinen Kopf.
Als er diese und noch mehr Misshandlungen erduldet hatte, stellte ihn Pilatus mit seinen Striemen und Wunden und in seinem Blut wieder vor das Volk. "Sehr doch", sprach er "welch ein Mensch!" Aber die empörte Rotte beharrte darauf, dass er gekreuzigt werden sollte. Ja, die Priester drohten sogar zuletzt dem Landpfleger mit dem Kaiser: "wenn du diesen losslässt, sprachen sie, bist du nicht des Kaisers Freund. Da setzte sich Pilatus schließlich auf seinen Richterstuhl und befahl, dass Jesus gekreuzigt werden sollte. Doch er wusch seine Hände und srach: "Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten, sehet ihr zu!" So machte der Richter deutlich, dass er einen Unschuldigen gerichtet hatte.


Die Kreuzigung

Eine große Menschmenge begleitete Jesu zu seiner Kreuzigung. Unter ihnen waten fromme Frauen, die über sein Schicksal weinten und wehklagten. Aber Jesus wandte sich zu ihnen um und sprach: " Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht um mich! Weint über euch selbst und über euere Kinder!" Denn er dachte an das große Unglück, das bald über Jerusalem kommen musste, und in seinem eigenen Scjmerz verlor er nicht das Mitleiden mit den Fremden.
Als sie nach Golgatha gekommen waren, kreuzigten sie ihn dort. Mit ihm kreuzigten sie auch noch zwei Mörder, einer zu seiner Rechten, den anderen zu seiner Linken, und spotteten über ihn. Aber Jesus betete und sprach: "Vater vergib ihnen! Sie wissen nicht, was sie tun.
Das waren die ersten Worte, die Jesus am Kreuz sprach. Viele, die vorübergingen, lästerten über ihn. Auch die Hohepriester spotteten: "Er hat andere geholfen und kann sich selber nicht helfen. Wenn er Christus, der Sohn Gottes, ist, so steiger er herab. Er hat Gott vertraut, der helfe ihm nun."
Selbst einer von denen, welche mit ihm gekreuzigt wurden, war noch im Stande, im eigenen entsetzlichen Schmerz über die Schmerzen des Unschuldigen zu spotten. Aber der andere sprach zu ihm: " Fürchtest du dich nicht vor Gott? Wir werden aufgrund unserer Taten bestraft. Dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
Hierauf sprach er zu Jesus: Herr, denke an mich, wenn du in dein Reich kommst. " Jesus gab dem Bittenden den Trost: "Heute wirst du mit mir im Paradies sein."
Gegenüber dem kreuz stand Jesu Mutter mit einigen Freundinnen. Neben ihr stand Johannes, der Jünger, den Jesus so lieb hatte. Als er seine Mutter und seinen geliebten Jünger erblickte, sprach er zu ihr: "Siehe, das ist dein Sohn", und zu dem Jünger sprach er: "Siehe, das ist deine Mutter." Johannes nahm Jesu Mutter von Stunde an zu sich und sorgte für sie.
Der Himmel verhüllte sich in schwarze Wolken und es verbreitete sich eine Finsternis in der ganzen gegend. Jesus rief: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Das war der Augenblick seines größten Schmerzen. Aber enn der Schmerz am größten ist, ist seine Auflösung am nächsten. Wenn wir von Gott verlassen schein, ist uns Gott am nächsten.
Jesu sprach: "Ich habe Durst." Sie gaben ign Essig zu trinken. Als er den Essig getrunken hatte und das nahe Ende fühlte, rief er mit lauter Stimme: "Es ist vollbracht. Vater, in deine Hände, befehle ich meinen Geist. " Das waren seine letzten Worte. Er neigte das müde Haupt und starb.
Nicht umsonst hatte sich der Himmel in furchtbare Wolken verhüllt. Die Erde bebte, sodass Felsen zersprangen und Gräber aufgingen. Auch der Vorhang im Tempel, der das Allerheiligste des Tempels bedeckte, zerriss. Als der Hauptmann der römischen Wache das Erdbeben vernahm, sprach er: "Wahrlich, er ist ein frommer Mann und Gottes Sohn gewesen. "Das Volk aber schlug an seine Brust und kehrte wieder um.


Das Begräbnis

Die Kreuzigung des Herrn geschah an einem Freitag. Am selben Abend brach der Sabbath des Osterfestes an, ein sehr heiliger Tag bei den Juden. Deswegen musste die Gekreuzigten am gleichen Tag abgenommen werden. Ehe sie den Leichnam herabnahmen, stach ihm noch einer der Kriegsknechte mit eineme Spper in die Seite. Es floss Blut und Wasser aus der Wunde.
Während aber die Freunde von Jesus bekümmert waren, war dem Leichnam noch für eine Unehre widerfahren könne, kam der reiche und vornehme Ratsherr Joseph von Arimathia zu Pilatus und bat ihn, dass er ihm den Leichnam zum Begräbnis überlassen wolle. Es kam auch Nikodemos. Diese beiden übernahmen den Leichnam und wickelten ihn mit kostbaren Gewürzen in feines Leinen ein.
Joseph besaß nicht weit vor dem Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde, einen Garten. In dem GArten war ein zubereitetes neues Grab, in welchem er selbst einmal begraben werden wollte. Es war in einen Felsen eben hineingehauen. Seine Freunde legten den Leichnam in das Grab und wälzten einen großen, schweren Stein vor die Öffnung, als wenn jetzt alles zu Ende wäre.


Die Auferstehung des Herrn

Es war aber noch nicht alles zu Ende. Wie sprach der Herr zu seinen Jüngern? Des Menschen Sohn wird gekreuzigt und getötet werden. Aber am dritten Taf wird er auferstehn.
Der Sabbath war vorüber. Sonntagfrüh, im Schimmer der freundlichen Morgensternem, gingen einige fromme Frauen, Freundinnen und Verwandte von Jeuss mit wohlriechenden Ölen hinaus zu dem Grab. Sie wollten dem Leichnam auch noch die letzte Pflicht der Liebe antun und ihn - nach der Sitte ihrer Zeit - einbalsamieren. Unterwegs sprachen sie kummervoll eine zu der andern: "Wer wälzt uns den Stein von dem Grab?"
Aber als sie in den Garten kamen, war der Stein schon weggewälzt. Das Grab war offen. Es war kein Leichnam mehr darin. Rechts davon saß ein Engel in einem langen weißen Gewand. Die Frauen erschraken, als sie ihn sahen. Der Engel sprach: "Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist nicht mehr hier, er ist auferstanden."
Er zeigte ihnen die leere Stätte, wo Jesus gelegen war. "Geht, sprach er," und sagt es seinen Jüngern. Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten?"
Der Menn kann eine große Freude nicht schnell fassen. Ja die größte Freude selber ist ein Schrecken. Die Frauen flohen mit Schrecken und Freude aus dem Garten in die Stadt und verkündeten den Jüngern, was sie gesehen und gehört haben.
Aber die Jünger glaubten ihnen nicht. Die Rede der Frauen war ihnen wie ein Traum. Doch zwei von ihnen, Petrus undJohannes, gingen selbst hinaus zu dem Grab und fanden es, wie die Frauen gesaht hatten. Das Leinen, in welches Joseph den Leichnam gewickelt hatte, lag beisammen an einem Ort. Ein Tuch, welches ihm um den Kopf gelegt war, lag besonders zusammengelegt an einem eigenen Ort.




Maria Magdalena

Eine von den Frauen, Maria Magdalena, glaubte, dass der Leichnam in der Nacht weggetragen und an einen anderen Ort gebracht worden sei, und wusste nicht, von wem und wohin. Sie hatte deswegen keine Ruhe in der Stadt.
Sie kehrte in den Garten zurück, setzte sich zu dem verlassenen Grab und wartete, bis jemand käme, der ihr sagen könnte, wo der Leichnam läge. Da stand hinter ihrem Rücken auf einmal eine männliche Gestalt und redete sie an: "Frau, was weinst du? Wen suchst du?"
Maria meinte, es sei der Gärtner. Es war aber nicht der Gärtner. (Aufmerksame Kinder werden sicherlich schon vermuten, dass es der Auferstandene war; jedoch wollen sie es selbst noch nicht recht glauben.) Maria sprach zu dem Mann, den sie nicht kannte: "Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, damit ich ihn holen kann."
Der Unbekannte redetete sie mit ihrem Namen an: "Maria", sprach er mit sanfter Stimme und enthüllte ihr sein Gesicht. Er war der Auferstandene. Er offenbarte ihr, dass er lebe und das ihn Gott vom Tod auferweckt habe. Maria schrie mit einem freudigen Erschrecken: "Rabbuni (ds heißt: mein Herr)!"
Mehr konnte sie im ersten Augenblick nicht sagen. Als sie aber niederkniete und seine Knie umfassen wollte, wehrte er ab und sprach: "Rühre mich nicht an! Ich bin noch nicht zu meinem Vater aufgefahren. Gehe aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Maria eilte hocherfreut zu den Jüngern zurück und verkündigte ihnen, das sie den Herrn gesehen und was er mit ihr geredet hatte.

Zur Info:
D
er Jüngerkreis war größer als die bekannten zwölf Männer und umfasste auch Frauen, unter denen Maria offenbar eine besondere Stellung hatte.

Letzte Rede von Jesus und Himmelfahrt

Jesus sprach zu seinen Jüngern: "Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben. Darum geht in alle Welt, lehrt alle Völker und tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geites. Lehrt sie alle zu befolgen, was ich euch befohlen habe. Wer glaubt und getauft wird, der wird selig werden. (Dies ist das Gesetz der heiligen Taufe, mit welcher die Kinder getauft und in das Reich Gottes aufgenommen werden.) "Siehe", sprach Jesus, "ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt."
Nach der Auferstehung blieb er noch vierzig Tage auf der Erde, erschien seinen Jüngern und lehrte sie. Er hatte ihnen noch manches zu sagen, was sie früher nicht verstanden hatten. Nach all diesen Reden und Erscheinungen führte er sie zuletzt nach Betanien. Dort fragten sie ihn, wann er wiederkommen und wann er das Reich Israel wieder aufrichten werde. Sie erhielten aber die Antwort: "Es steht euch nicht zu, Zeit und Stunde zu wissen, welche der Vater seiner MAcht vorbehalten hat. Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und werdet in Judäa und Samaria und bis an die Grenzen der Welt meine Zeugen sein."
Danach hob Jesus die Hände, segnete sie und fuhr in den Himmel auf. Eine Wolke nahm ihn vor ihren Augen weg. Als sie ihm aber nachsahen, standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen und sagten: "Ihr Männer von Galiäa, was steht ihr und seht zum Himmel? Dieser Jesu, welcher von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird wiederkommen.
Hierauf kehrten die Jünger nach Jerusalem zurück und beteten. Sie empfanden nicht mehr Traurigkeit und Angst, sondern große Freude.



Schutzengel für meine Prinzessin



Ostergedichte

Das Lämmchen

Lämmchen, was schreist du so kläglich dort?
Lämmchen: Meine liebe Mutter ist fort.
Fürchtest du dich, dass in der Zeit
irgendjemand dir tu`ein Leid?
Lämmchen: Fürchten, ich wüsste nicht was; ach nein!
Möchte nur gern bei der Mutter sein

Und wie die Mutter hörte das Schrein,
kam sie gleich aus dem Garten herein,
rief es nur einmal mit sanftem Ton;
siehe, da hört es das Lämmchen schon,
läuft, so gewind es laufen kann,
drängt sich dicht an die Mutter an.


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Dut dut dut

Dut dut dut! Wo bläst der Hirt?
Dut dut dut! Wohl über den Rhein.
Dut dut dut! Was hätt`er gern?
Dut dut dut: zwei Lämmelein.
Mein Lieschen auch?
Nein, nein, nein, das kriegt er nicht.


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Das Lämmechen

In Wolfenbüttel wohnt ein Lamm,
das hat ganz schwarze Haar;
meint ihr, er brauche einen Kamm?
O Gott, bewahre?
Aber mein Lämmechen
braucht ein Kämmerchen,
braucht ein Schwämmechen,
lässt nix verdrießen,
setzt sein neues Käppechen auf,
will mal Koppkegel schießen.



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Im Felde

Im Felde liegt ein Schäfchen,
das Schäfchen macht ein Schläfchen;
da kommt der Wolf im schnellen Lauf
und will mein Schäfchrn fressen auf,
doch treulich hat der Hund gewacht
und hat den Wolf davongejagt.


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Ätsch!

Rische, rasche, rusche,
der Hase sitzt im Busche,
wolln wir mal das Leben wagen?
Wolln wir mal den Hasen jagen?
Rische, rasche, rusche,
der Hase sitzt bei Tische,
siehst du dort im grünen Kohl hin?
Flink, nun lauf mal hin und hol hin.
Rische, rasche, rusche,
hast ihn in der Tasche?
Was? Er ist im Feld gegangen?
Ätsch! Kann nicht mal Hasen fangen!



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Kanninchen

Kanninchen, Karnickelchen!
Hast Augen groß und blank,
auch fehlt es dir an Ohren nicht;
die sing gehörig lang.





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Das Bützchen

Osterlämmchen,
Osterlämmchen,
komm auf meinen Arm.
Osterlämmchen,
Osterlämmchen,
du bist so weich und warm.
Ich gebe dir ein Bützchen
auf die Schnut',
dann ist alles wieder gut.


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Has, Has, Osterhas,

wir möchten nicht mehr warten!
Der Krokus und das Tausenschön,
Vergissmeinnicht und Tulpe stehn
schon lang in unserem Garten.

Has, Has, Osterhas,
mit deinen bunten Eiern!
Der Star lugt aus dem Kasten raus,
Blühkätzchen sitzen um sein Haus,
wann kommst du Frühling feiern?

Has, Has, Osterhas,
ich wünsche mir das beste:
Ein großes Ei, ein kleines Ei,
dazu ein lustig Dideldumdei,
und alles in dem Neste.



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Komm lieber, goldener Sonnenschein,
das wieder singen die Vögelein!
Das munter gackern die Hühner und Hennen
und Eier legen in Hof und Tennen.
Wir brachen sie zu Osterfladen
und haben die Gäste schon eingeladen;
sonst kommt in den Teig nur gelber Safran
und ist kein einziges Ei daran!


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Ostern ist morgen; nun Jamie lee mach schnell!
Bring uns die Eier hurtig zur Stell`,
das wir bemalt sie im Garten verstecken,
farbige Frucht in Büschen und Hecken!-
Will uns der Frühling zum Schmaus nicht besorgen,
müssen wir selber ihm Früchte schon borgen.



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Das ist der Tag, den Gott gemacht,
der Freud in alle Welt gebracht.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.

Verklärt ist alles Leid der Welt,
des Todes Dunkel ist erhellt.
Der Herr entstand in Gottes Macht,
hat neues Leben uns gebracht.

Nun singt dem Herrn das neue Lied,
in aller Welt ist Freud und Fried.
Es freu sich, was sich freuen kann,
denn Wunder hat der Herr getan.



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Christ ist entstanden
von der Marter alle.
Des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.


Osterreime

Jemand, der dich stark vermisst,
wünscht zu Ostern sehr,
dass du froh und munter bist
und noch viel, viel mehr!

Ostern, wenn der Lenz erwacht,
jubelt jedes Kind und lacht,
denn zu dieses Tages Feier
gibt es bunte Ostereier.


Ich geb dir ein Osterei
als kleines Andenken,
und wenn du es nicht haben willst,
so kannst du es verschenken.

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Hei, juchei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei!
Immerfort, dier und dort
und an jedem Ort!
Ist es noch so gut versteckt,
endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei! Dort ein Ei!
Bald sinds zwei und drei.

Wer nicht blind der gewinnt
einen schönen Fund geschwind.
Eier blau, rot und grau
kommen zur Schau.
Und ich sags, es bleibt dabei,
gern such ich ein Osterei:
Zu gering ist kein Ding,
selbst kein Pfifferling.



Ostergruß
Ein Scherzgedicht an die Köchin

Heute an diesem frohen Feste
komm ich auch zu dir heran,
wünsche, was man wohl aufs Beste
einer Köchin wünschen kann:
Dass dir gebe stets die Mutter
reiches MAß an feinem Mehl,
Zucker, Mandeln, süße Butter,
Eier ohne jeden Fehl.
Und ich wünsche dir zum Rühren
einen kräftig starken Arm,
Holz und Späne noch zum Schnüren,
dass der Ofen bleibe warm;
dass die lieben Osterkuchen
fallen aus zu deiner Ehr!
Wünsche, dass auch zum Versuchen
noch ein kleiner übrig wär.


Die Ostereier

Es lebten einmal, vor vielen hundert Jahren, in einem kleinen Tal tief im Gebirge einige arme Kohlenbrenner. So wenig die Leute hatten, so waren sie dennoch ein sehr glückliches Völklein, denn sie wünschten sich nicht mehr. Eines Tages, da schon der Hafer anfing sich zu bleiben und es in dem Gebirge sehr heiß war, kam ein Köhlermädchen, das die Ziegen hütete, fast außer Atem nach Hause gesprungen und brachte ihren Eltern die Nachricht, es seinen fremde Leute in dem Tal angekommen, von gar wundersamen Tracht und seltsamer Redensart: eine vornehme Frau und zwei Kinder und ein sehr alter Mann, der, ob es gleich sehr prächtige Kleider anhabe, doch nur ihr Diener scheine. "Ach, sagte das Mädchen, die guten Leute sind hungrig und durstig und sehr müde. Wir wollen ihnen doch etwas zu essen und zu trinken hinaustragen und sehen, ob wirsie diese Nacht bei uns und den Nachbarn nicht unterbringen können. Die Eltern nahmen sogleich Haferbrot, Milch und Ziegenkäse und gingen hin.
Die Fremden hatten sich indes in den Schatten einer buschigen Felsenwand gelagert, wo es kühl war. Der Köhler und die Köhlerin boten der fremden Frau jetzt Milch, Brot und Käase an. Während sie aßen, kamen aus allen Hütten die Kinder, Mütter und Väter herbei, standen im Kreis umher und betrachteten neugierig und wundernd die neu angekommenen Fremden.
Nachdem der alte Mann satt war, bat er flehentlich, die Leute möchten der Frau doch in irgendeiner Hütte auf einige Zeit ein kleines Stübchen einräumen; sie werde ihnen nicht zur Last fallen, sondern alles, was sie nötig habe, reichlich bezahlen. "Ach ja", sagte die Frau mit sanfter, lieblicher Stimme, "erbarmt euch einer unglücklichen Mutter und ihrer zwei Kleinen, die durch ein schreckliches Schicksal aus ihrer Heimat vertrieben wurden." Die Männer traten sogleich zusammen und hielten Rat, in welches Haus man sie am füglichsten aufnehmen könne.

"Mein neues Hüttchen da droben", sagte der Müller, indem er mit der Hand hinaufzeigte, räume ich euch, wie es dasteht, herzlich gern ein. Es ist funkelnagelneu, und noch kein Mensch hat darin gewohnt. Es wird euch gewiss gefallen!

Die gute Frau war über dieses freundliche Anerbieten hocherfreut. Nachdem sie etwas ausgeruht hatte, ging sie sogleich hinauf. Die Frau brachte den Tag zu, sich einzurichten, so gut es in diesem armen Tal sein konnte. Die Leute wetteiferten, sie mit Lebensmitteln, mit Brennholz, Küchengeschirr und andern Kleinigkeiten zu versehen. Das Mädchen, das ihr zuerst den Weg in das Tal gezeigt hatte und Martha hieß, kam zu ihr in den Dienst.
"Vor allem brauche ich Eier", sagte die Frau, als sie sich zum Kochen anschickte. "Sieh doch, dass du mir für Bezahlung einige auftreibst. "Eier!", fragte Martha ganz verwundert, "aber die Vögelein haben ja nun keine Eilein mehr, und dann wäre es doch auch schade. Vier Personen hätten ja wohl einige hundert Eilein von Finken und Hänflingen nötig, sich satt zu essen". Was plauderst du da", sagte die Frau, "ewer redet denn von Eiern der Vögelein. Ich meine Eier von Hühner."


Das Mädchen schüttelte den Kopf und sagte: "Was das für Vögel sind, weiß ich gar nicht. In meinem Leben habe ich noch keine gesehen." Oh weh, sagte die Frau, da gibts noch nicht einmal Hühner.
Die gute Frau musste sehr kümmerlich leben. Die Leute trugen ihr indes fleißig zu, was sie nur immer glaubten, dass ihr angenehm sein könnte. Die größten Dienste tat ihr aber der alte Diener, der mit ihr gekommen war. Sie hatte noch einige goldene Kleinodien und kostbare Edelsteine. Von diesen gab sie ihm von Zeit zu Zeit, un d er verreiste damit und blieb oft mehrere Wochen aus. Sooft er zurückkam, brachte er immer allerlei mit, das er für die kleine Haushaltung gekauft hatte. Die Leute bemerkten jedoch, dass die Frau nach seiner Zurückkunft oft sehr traurig war und rot geweinte Augen hatte. Sie wären gar gern dahinter gekommen, wer sie denn eigentlich sei und woher sie komme. Allein sie selbst zu fragen, hatten sie den Mut nicht.
Einmal kam der alte Diener, der Kuno hieß, wieder von einer Reise heim und trug einen Hühnerstall auf dem Rücken. In dem Stall waren ein Han und einige Hennen. Als die Kinder im Tal den alten Mann kommen sahen, liefen sie alle zusammen, denn er brachte ihnen immer etwas mit - weißes Brot, Mandelkerne und Zibeben, ein Pfeifchen, ein Glöckchen für ihre Ziegen oder sonst eine Kleinigkeit.
Diesmal waren die Kinder sehr neugierig, was denn in dem vergitterten Kästchen sei, das fast ganz mit Tuch bedeckt war. Der Mann stellte den Kasten nieder, öffnete das Türchen und da kam denn zuerst ein prächtiger Hahn heraus. Die Kinder erstaunten. "Was für ein sonderbarer Vogel das ist", riefen sie, denn wie man ihn heiße, wußten sie noch nicht. In unserem Leben haben wir noch keinen so schönen Vogel gesehen" Auch die Hennen gefielen ihnen sehr wohl. Die Frau streute den Hühnern einige Hände voll Haferkörner hin. Die Hühner pickten sie gschäftig hinweg, und die Kinder standen und knieten im Kreis umher und sahen mit vergnügten Gesichtern zu.
Nach einiger Zeit ließ sich eine der Hennen zum Brüten an. Martha musste die Henne täglich füttern. Da die Jungen anfingen auszukriechen, wollte die Frau den Kindern eine Freude machen und ließ sie rufen. Es kamen aber, da es eben Feiertag war, auch viele große Leute mit. Die Frau zeigte ihnen ein aufgepicktes Ei. Wie freuten sich die Kinder, als das junge Hühnlein so geschäftig pickte herauszukommen. Die Frau half ihm vollends heraus.
Nun war die Verwunderung noch größer, dass das kleine Vögelein schon über und über so schöne gelbe Flaumfederlein habe, so munter aus den schwarzen Äuglein blickte und sogleich davonlaufen könne, da doch andere junge Vögelein nackt, blind und ganz hilflos zur Welt kämen. Das ist doch etwas Unerhörtes! sagten die Kinder, solche Vögel gibt es in der hanzen Welt nicht mehr.
Indes ginen Sommer und Herbst vorüber und der Winter kam. Er war, zumal in dieser reuen Gegend, sehr hart. Die kleinen Hütten im Tal lagen Monate lang wie m Schnee vergraben. Man konnte nur wenig zusammenkommen. Desto größer war die Freude, als der Schnee schmolz und es nun wieder Frühling ward.


Die Kinder aus dem Tal kamen sogleich wieder herauf und brachten den beiden fremden Kindern, Edmund und Blanda die ersten blauen Veilchen und gelben Schlüsselblümchen, die sie im Tal finden konnten. Ich muss, sagte die edle Frau, den guten Kindern doch auch eine Freude machen. Ich will ihnen auf den kommenden Ostertag ein kleines ländliches Kinderfest geben. Denn es ist gar schön, dass man solche Feiertage den Kindern, so gut man nur immer kann, zu Freudentagen mache. Aber was soll ich ihnen geben? Auf Weihnachten konnte ich sie mit Äpfel und Nüssen beschenken, die ich für sie hatte bringen lassen. Allein zu dieser Jahreszeit hat man nichts im Hause, als etwa ein Ei. Noch bringt die Narue nichts hervor, das zu genießen wäre. Alle Bäume und Sträucher stehen ohne Frücjte und Beeren. Eier sind die ersten Geschenke der auflebenden Natur.
"Aber", sagte Martha, "wenn die Eier nur nicht so ganz ohne alle Farben wäre! Weiß ist auch wohl schön. Allein die allerlei Farben der Früchte und Beeren, zumal die schönen roten Wangen der Äpfelein, sind doch noch schöner"
"Du bringst mich da auf einen Einfall, sagte die gute Frau. Sie kannte verschiedene Wurzeln und Moose, die man zum Schönfärben brauchen kann. Sie färbte nun die Eier auf verschiedene Art. Einige wurden schön himmelblau, andere gelb wie Zitronen, andere so schön rot wie das Innere der Rosen. Einige hatte sie mit zarten grünen Blättchen eingebunden, die sich dann auf den Eiern abbildeten und ihnen ein unvergleichlich schönes buntes Aussehen gaben. Auf einige schrieb sie auch einen kleinen Reim.
Der Ostertag war diees Mal ein überaus schöner Frühlingstag - ein wahrer Auferstehungstag der Natur. Schon lange vor Anbruch der Morgenröte hatte die Frau und der alte Kuno sich auf den Weg zur Kirche gemacht, die über zwei Stunden weit entfernt jenseits mehrerer Berge lag. Edmund und Blanda mussten indes unter Marthas Aufsicht zu Hause bleiben. Die Väter und Mütter aus dem Tal aund die größeren Kinder, die so weit gehen konnten, zogen auch mit dahin.
Gegen Mittag kam die Frau, mithilfe des Maultieres, das Kuno führte, wieder zurück. Sobald die Frau angelangt war, eilten die eingeladenen Kinder voll Freude und in ihren schönsten Kleidern aus dem Tal herauf und versammelten sich vor der Haustür der Frau. Die Frau kam mit Edmund und BLanda heraus, setzte sich auf die kleine Bank unter einem Baum und rief die Kinder näher zu sich her.
"Nun, meine lieben Kinder!", sprach sie, wisst ihr auch, warum der heutige Tag ein so großes Freudenfest für uns ist?!
-" O ja", riefen die Kinder," weil Jesus Christus vom Tode auferstanden ist." - Könnt ihr aber auch erzählen", fragte sie, wie das zugegangen ist? Ihr wisst, er ist aus Liebe zu uns gestorben und wurde begraben. Was geschah nun weiter?
Marthas Schwesterchen blickte in dem Garten umher und dann auf die Felsenwand hin und sagte: Sein Grab war auch in einem Garten und es war in einen Felsen gehauen. Das Grab wurde mit einem großen, hohen Stein, wie mit einer Tür, verschlossen. Jesus hatte vorausgesagt, in drei Tagen werde er wieder vom Tode auferstehen. Die Leuten wollten es ihm aber nicht glauben; allein er hat doch Wort gehalten. Am Morgen des dritten Tages kam ein Engel von dem Himmel herab und wälzte den Stein weg von dem Grab. Sein Kleid war weiß wie Schnee, und ein Glanz umgab ihn, viel heller als der Blitz. Noch andere schöne, glänzende Engel erschienen. Und Jesus Christus ging neu lebendig, schöner und herrlicher als alle Engel aus dem Grabe hervor. Wie die frommen Hirten ehemals zur Krippe Jesu gekommen sind, so besuchten fromme Frauen sein Grab; und wie ein Engel den Hirten die große Freude verkündet hatte, Christus sei georen, so verkündeten die Engel am Grab den trauernden Frauen die ebenso große Freude, er sei auferstanden. Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten?, sagte der Engel; er ist nicht mehr hier; er ist auferstanden, wie er es vorhergesagt hat."


Nun wohl, sprach die Frau, du hast das, was ich dir und meiner Blanda und meinem Edmund hier erzählt habe, gut gemerkt. Nun will ich weitererzählen: Nachdem die Engel verschwunden waren, offenbarte Jesus Christus selbst sich zuerst einer der frommen Frauen, die allein zu dem Grab in den Garten gekommen waren. Anfangs erschien er ihr, um sie nicht zu erschrecken, als ein Gärtner, gab sich ihr aber dann sogleich zu erkennen, nannte mit seiner ihr bekannten, liebreichen Stimme, sie freundlich mit ihrem Namen: "Maria!", und sie rief voll erstauen und Freude: "O mein Lehrer!", und fiel anbetend auf ihre Knie und fühlte sich so selig, als wäre sie im Paradies.
Die übrigen Frauen kehrten, hocherfreut über die Freudenbotschaft, er sei auferstanden, von dem leeren Grab zurück. Wie sie nun an dem lieblichen Frühlingsmorgen der Stadt zugingen, da kam Jesus ihnen entgegen und sagte freundlich zu ihnen: "Seid gegrüßt! Sie erkannten ihn und fielen vor ihm auf die Knie und umfassten voll Freude und Anbetung seine Füße.
Zwei seiner Jüngern wollten nach einem Flecken gehen, der Emmaus hies. Sie waren recht traurig und redeten von nichts als von seinem Tode. Da gesellte er sich, unter der Gestalt eines fremden Wanderers, zu ihnen und legte ihnen die heilige Schrift aus, in der es vorhergesagt worden war, das Christus leiden und sterben und wieder vom Tode auferstehen musste. Sie baten ihn, als sie bei ihrer Wohnung ankamen, bei ihnen zu übernachten, weil es schon Abend war. Er kehrte bei ihnen ein, setzte sich mit ihnen zu Tisch, gab sich ihnen bei dem Brotbrechen zu erkennen - und verschwand. Und ihr ganzes Herz glühte vor Freude und Anbetung.
Die Apostel hatten sich, aus Furcht vor den Mördern Jesu, in einen Saal eingeschlossen. Da stand er auf einmal in ihrer Mitte und sagte zu ihnen: "Der Friede sei mit euch." Sie aber erschraken und meinten einen Geist zu sehen. Er aber zeigte ihnen seine Wundmals und ging so vertraulich mit ihnen um, wie ehemals vor seinem Tode. Sie erkannten nun, er sei es wirklich, und hatten eine Freude, die sich gar nicht aussprechen lässt.
Einer der Apostel, Namens Thomas, war nicht dabei gewesen. Er glaubte es den Aposteln nicht, dass Jesus Christus auferstanden sei und dass sie ihn gesehen hätte. Als die Apostel nun wieder in dem Sall versammelt waren und Thomas bei ihnen war, stand Jesus wieder plötzlich in ihrer Mitte - und Thomas fiel anbetend vor ihm nieder und rief: "Mein Herr und mein Gott!"


"Jetzt", sprach die Frau, muss ich euch noch sagen, warum auch wir uns von ganzen Herzen freuen sollen, dass Jesus Christus vom Tode auferstanden ist: Jesus Christus hat durch seine Auferstehung und gezeigt, dass der Vater im Himmel ihn in diese Welt gesandt hat, um uns Menschen das ewige Leben zu geben. Jesu gab uns den schönsten und einfachsten Beweis von einem Leben nach dem Tode! Er ging lebend aus dem Grab hervor und zeigte sich so als den Überwinder des Todes. Und was könnte für uns Menschen, die wir alle sterben müssen, tröstlicher und erfreulicher sein, als die Hoffnung eines neuen ewigen Lebens nach den Tode, das Jesus uns verheißt! Wie er seinen Jüngern vorhergesagt hat, er werde auferstehn, und wie dieses geschah; so hat er auch vorhergesagt, dass wir auferstehen werden, und auch dies wird geschehen. Er konnte mit die Wahrheit sagen: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, wenn er gleich gestorben ist. Ja, wirklich ich sage euch, es kommt die Stunde, da alle, die in den Gräbern ruhen, die Stimmer des Sohnes Gottes hören und hervorgehen und leben werden."
Alles, was ihr, meine lieben Kinder, zu dieser schönen Frühlingszeit hier im Garten und dort im Tal und auf den Bergen umher nur immer erblickt, bestätigt das, was Jesus Christus von der Auferstehung und einem neuen Leben gesagt hat. Schaut nur einmal um euch! Seht, die Bäume dort standen dürr, ohne Laub und wie erstorben da; nun leben sie neu auf und schmücken sich mit frischen, grünen Blättern. Tausend schöne, bunte Schmetterlinge und mancherlei niedliche Käferchen, die früherhin, unansehnlichen Würmern ähnlich, nur auf Blättern umherkriechen konnten, sich dann in die Erde verscharrten, kommen jetzt beflügelt und als neue Geschöpfe aus diesen Gräbern hervor und freuen sich ihres neuen Lebens. Die Blumen da auf den Gartenbeeten kommen aus der dunklen Erde hervor; auch sie sind auferstanden! Auf diese Wunder der Natur aufmerksam zu sein, hat selbst Jesus Christus uns gelehrt - in dem schönen Gleichnis von dem Weizenkörnlein, das in die Erde gelegt wird und da verwest und dann als eine schöne reiche Ähre sich aus der Erde erhebt. Wir wollen uns freuen und Gott loben und preisen. Alle frommen Christen auf dr weiten Erde singen heute voll Freude: Alleluja! Lobet den Herrn! In diesen Freudenruf wollen auch wir miteinstimmen und freudig gerufen: "Alleluja!"
"Doch, sprach die Frau und stand auf, nun kommt mit mir! Sie führte die Kinder zur Felsenwand, wo Kuno auf einem zierlich mit feinem Kies bestreuten Grund einen großen, länglich runden Tisch aufgestellt hatte. Der Tisch war mit einem farbigen Teppich belegt. Rasensitze von jungem, frischem Grün umgaben ihn. Die Kinder setzten sich rings um den Tisch. Nun wurde eine große irdene Schüssel voll heißer Milch aufgetragen., darein Eier geschlagen waren. Jedes Kind hatte ein neues irdenes Schüsselchen vor sich stehen. Jedes bekam nun seinen Teil und ließ sichs trefflich schmecken. Hierauf führte die Frau die Kinder durch eine Seitentür des Gartens in das kleine Tannenwäldchen, das anden Garten stieß. Zwischen den jungen Tannen waren hie und da schöne grüne Rasenplätze. Die Frau sagte den Kindern, jedes solle aus Moos, mit dem die Felsen und Bäume umher reichlich bewachsen lassen, ein kleines Nestchen machen. Sie gehorchten mit Freude. Denjenigen Kindern, die nicht zurechtkommen konnten, mussten die geschickteren helfen. Jedes musste sich sein Nestchen wohl merken.
Nun kehrte die Frau mit den Kindern wieder in den Garten zurück. Aber sieh! Da erblickten sie auf dem Tisch einen großen Kuchen von eierbrot, der wie ein großer gewundener Kranz gestaltet war. Jedes bekam ein großes Stück Kuchen. Indes nun die Kinder aßen, schlich Martha mit einem großen Korb voll gefärbter Eier heimlich in das Wäldchen und verteilte die Eier in die Nestchen, und die blauen, roten, gelben oder bunten Eier nahmen sich in den zierlichen Nestchen von zartem, grünlchen Moos ungemein schön aus.
Nachdem die Kinder genug gegessen hatten, sagte die Frau: "Nun kommt, jetzt wollen wir nach den Nestchen sehen." In jedem Nestchen lagen fünf gleichfarbige Eier und auf einem derselben stand ein Reim. Was da die Kinder für ein Freudengeschrei erhoben! Die Freude und der Jubel gingen über alle Beschreibung. "Ei", sagte Marthas Schwesterchen, " die Hennen legen freilich keine so schönen Eier. Ich glaube gar, das Häschen hat sie gelegt, das aus dem Wacholderstrauch heraus- sprang und davonlief, als ich dort das Nestchen bauen wollte." Und alle Kinder lachten zusammen und sagten im Scherz, der Hase lege die bunten Eier. Dieser Scherz hat sich in manchen Gegenden bis auf unsere Zeiten erhalten.


Osterrätsel

1. Vorne wie ein Kamm,
mitten wie ein Lamm,
hinten wie ein`Sichel:
Rat, meine liebe Jamie-Lee



2. Ich weiß ein kleines, weißes Haus,
hat keine Fenster, keine Tore,
und will der kleine Wirt heraus,
so muss er erst die Wand durchbohren.


3.
Im Lenz erquick ich dich,
im Sommer kühl ich dich,
im Herbst ernähr ich dich,
im Winter wärm ich dich.



4. Es nistet auf dem Dache,
hat lange rote Beine,
weiße Flügel, gelben Schnabel
und legt Eier.


Auflösung

Zu 1: Der Hahn
Zu 2: Ei mit Küken
Zu 3: Der Baum
Zu 4: Der Storch? Nein, die Störchin"



Ostergeschichten



Rübezahl und der Osterhase!

Zur Frühlingszeit saß Rübezahl auf dem höchsten Berg seines Waldes und wartete auf den Osterhase.
Als er ihn durch den Wald hoppeln sah, rief er ihn gleich an: „Du, Osterhase, komm doch mal her!“
Der Osterhase aber war vom Weihnachtsmann gewarnt worden und rief zurück: „Nein, nein Rübezahl, du haust mich nicht übers Hasenohr, ich weiß bescheid!“
Rübezahl beeilte sich nun, den Osterhasen einzuholen und rief beim Laufen: „Es ist nicht, wie Du denkst. Ich will Dir helfen beim Eieraustragen, versprochen bei meiner Ehre als Waldgeist!“
Nun besann sich der Osterhase, bei diesem Versprechen will ich sein Angebot nicht ausschlagen. Er wartete auf Rübezahl und zeigte ihm dann den Inhalt seines großen schweren Korbes.
Herrlich bemalte Eier waren eingebettet zwischen wunderschönen kleinen Geschenken aus Holz, Stroh, Blättern und Federn.
„Wunderbar!“ staunte Rübezahl. „Ihr habt schwer gearbeitet für die Menschen. Komm Osterhase, lass uns zusammen ins Dorf ziehen, ich trage Deinen schweren Korb.“
Gesagt, getan, Osterhase und Rübezahl zogen gemeinsam in das gleiche Dorf, das Rübezahl auch mit dem Weihnachtsmann besucht hatte.
Die Dorfbewohner feierten schon unter den frische ergrünten Birken das Osterfest mit einem köstlichen Osterschmaus, als sie die beiden Gefährten nahen sahen.
Die Leute erstarrten für einen Moment. Dann rissen sich die Omas die Halsketten ab und versteckten sie hastig in den Jackentaschen. Die Mütter zogen ihre Spangen aus dem Haar. Die Kinder setzten sich auf ihre Puppen und Teddys und die Männer nahmen ihre Hüte vom Kopf und zerknüllten sie in ihren Händen. Das letzte Weihnachtsfest mit Rübezahl hatten sie noch gut in Erinnerung.
Doch Rübezahl und Osterhase ließen sich nicht beirren durch die Angst der Leute. Rübezahl stellte den Korb ab und pries die wundervollen Eier und die liebevoll gebastelten Geschenke an.
“Seht nur Leute, was die lieben, fleißigen Osterhasen alles für euch getan haben, gearbeitet haben sie das ganze Jahr hindurch bei Tag und bei Nacht, um euch große Freude zu bereiten. Der Osterhase hätte es gar nicht geschafft, die schwere Last zu euch zu tragen, deshalb habe ich ihn begleitet“.
Der Osterhase nickte zu Rübezahls Worten, er fühlte sich geschmeichelt.
Die Dorfbewohner verloren schnell ihre Angst vor Rübezahl, bestaunten die Eier und die Geschenke und die ersten begannen bereits, sich etwas aus dem Korb auszusuchen.
„Moment!“ donnerte Rübezahl, als er das sah. „Der Osterhase hat euch seine wundervollen Geschenke gezeigt, nun zeigt ihr eure Geschenke für die Osterhasenfamilie, die fleißige!“
Die Leute waren verdutzt, Geschenke für den Osterhasen, das ist ja was ganz neues. Aber na ja, dachten sie, schlimm ist das auch nicht. Schnell wurden aus den Ställen und Kellern noch eine Mohrrübe, Heu, eine Kartoffel und eine Rübe vom letzten Jahr geholt und dem Osterhasen vor die Pfoten gelegt.
Ein Mann, der zu faul war, zu seinem Haus zu gehen, knickte einen frischen Birkenzweig ab und warf ihn dem Osterhasen zu.
Der brave Osterhase wollte sich schon bedanken, als Rübezahl anfing zu brüllen:
“Aha, so ist das also, das sind die schönen Geschenke für den lieben Osterhasen, der sich für euch halb tot geschuftet hat?“
Die Leute begannen zu stottern: „Da....das essen doch Hasen gerne, das ist do... doch köstlich...“
“Köstlich?“ schrie Rübezahl wutentbrannt. Dann zeigt uns doch, wie köstlich das schmeckt, und esst es hier und jetzt sofort auf bis auf den letzten Rest!“
Der Osterhase dachte für einen Moment, er könne seinen Löffeln nicht mehr trauen.
Die Leute wurden bleich vor Schreck. Doch es half nichts, Rübezahl ließ sie die alte Rübe, die verschrumpelte Kartoffel, die faulige Mohrrübe, das Heu und auch den Birkenzweig verzehren. Sie durften nicht einmal Wasser zum Runterspühlen trinken.
„Strafe muss sein, dachte Rübezahl und zwinkerte dem eingeschüchterten Osterhase aufmunternd zu.
“So!“ sagte Rübezahl bestimmend, als die Leute die Hasengeschenke heruntergewürgt hatten, „nun sage ich euch, was den Osterhasen und seine Freunde erfreut und ihr tut gut daran, es sogleich herbei zu schaffen. Sonst,....“ Rübezahl hob drohend den Finger und die Leute nickten eifrig.
“Der Osterhase isst gerne Kuchen!“ fing Rübezahl an aufzuzählen, er wartete, bis ein Kuchen vom Tisch zum Osterhasen wanderte, dann fuhr er fort: „Der Osterhase isst gerne Wurst und Schinken, er konnte es noch nie probieren, so arm ist er, aber er isst es furchtbar gern.“
Der Osterhase wagte nicht, zu widersprechen und schnupperte nur aufgeregt . Die Leute dachten, er nicke eifrig und beeilten sich, Würste und Schinken heran zu tragen.
“Der Osterhase isst gerne Äpfel und Petersilie“, zählte Rübezahl weiter auf. Diesmal nickte der Osterhase wirklich, er freute sich, dass seine Leibspeise aufgezählt wurde.
Rübezahl zählte noch viele Leckereien auf, wie: Kräuter, kandierte Früchte, Marmelade, aber auch nützliche Dinge, wie ein Federbett, eine Gardine, eine Schürze.
Alles wurde von den Dorfbewohnern eilig herbeigeschafft.
Und wieder einmal ging Rübezahl schwer bepackt in den Wald zurück. Dem Osterhasen hatte er den Korb, in dem vorher die Eier und die Geschenke waren, voller Osterhasenleckereien gepackt. Sie hatten sich als Freunde Lebewohl gesagt, obwohl es dem Osterhasen etwas peinlich war, mit so vielen Geschenken zurück zu hoppeln.
“Das ist schon recht so“, sprach ihm Rübezahl zu, „was du nicht brauchen kannst, nehme ich mit, damit die Dorfbewohner nicht traurig sind.
Die Dorfbewohner beschlossen noch an diesem Tag, kein Weihnachten und kein Ostern mehr zu feiern.


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Das komische Ei

Eines Morgens, als Jamie-Lee aus dem Fenster sah, entdeckte sie auf der Wiese des Vorgartens ein Ei. Es war ein komisches Ei. Etwas kleiner war es als normale Eier. Außerdem war es nicht richtig eiförmig, sondern mehr rundlich. Und als die Sonne daraufschien, hatte es eine zarte durchscheinende Schale mit einem grünen Fleck.

Vielleicht ist es ein Krokodilei !

sagt Jamie-Lee zu Oma. Wenn die Sonne lang genug daraufscheint, schlüpft vielleicht ein kleines Krokodil heraus? Eines mit Höckeraugen und einen Schuppenschwanz.

Vielleicht ist es auch ein Schildkrötenei, sagt Oma. Der grüne Fleck sieht ganz nach Schildkröte aus. Wenn die Schildkröte ein wenig gewachsen ist, dann werde ich sie an die Leine nehmen und mit ihr spazierenreiten.

Vielleicht ist es eine Seeschildkröte, sagt Jamie-Lee. Macht nichts, dann gehen wir mit ihr zum Schwimmen, sagte Oma.

Und wenn es eine Suppenschildkröte ist?

Dann werden wir sie gut verstecken, antwortete Oma.

Vielleicht ist es auch ein Wunschei! überlegt Oma. Was ist ein Wunschei? erkundigte sich Jamie-Lee.

Ganz einfach: Man kann sich wünschen, was man will, dann platzt die Schale des Wunschei`s auf und es kommt heraus antwortete Oma.

Dann wünsch ich mir einen blauen Elefanten, sagt Jamie-Lee.

Verrückt! Was machen wir denn mit einen blauen Elefanten ?

Ach, sagt Jamie-Lee und seufzte. Ich fürchte, es ist sowieso bloß ein ganz normales, gewöhnliches Kikeriki-Ei. Dann kann man es auch verwandeln sagte Oma. Man kann Rührei daraus machen, Spiegelei, oder Omelett, einen großen Kuchen oder - ein Osterei.

Man könnte es ausbrüten, dann schlüpft ein Küken heraus, sagt Jamie-Lee. Das wird größer und größer. Dann legt es selber Eier. Aus jedem Ei schlüpft wieder ein Küken. Die werden groß und legen viele tausendmillionen Eier....

Halt ! Halt ! rief Jamie-Lee. Dann ist unser Vorgarten voller Eierschalen, und wir wissen nicht, wo wir spielen sollen!

Ich bin dafür, daß das kleine runde Ei mit dem grünen Fleck ein Papageienei ist. Es wird ein kleiner bunter Papagei ausschlüpfen. Den setzen wir in einen goldenen Käfig und bringen ihm das sprechen bei.

Das ist keine gute Idee, sagte Jamie-Lee. Ein Papagei im Käfig ist bestimmt traurig, daß er eingesperrt ist, und wird kein Wort mit uns reden.

Vielleicht ist es ein Marzipanei, sagte Oma .

Und wenn die Sonne noch länger darauf scheint, dann wird es weich und läuft uns weg. Komm, wir wollen es holen! Jamie-Lee und Oma zogen sich rasch Strümpfe und Schuhe an und liefen die Treppe hinunter in den Garten.

Im Nachbargarten spielten die Kinder Tischtennis.

Könnt ihr uns mal bitte den Ball herüber werfen ? bat eines.

Jamie-Lee hob das Krokodil-Elefanten-Schildkröten-Papageien -Ei auf.

Jamie-Lee warf es über den Zaun. Da war es plötzlich ein einfacher Tischtennisball und hüpfte, ping-pong-ping, genau wie die anderen weißen Bälle von einer Seite der Tischtennisplatte zur anderen.


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Die fleißigen Osterhasen

Ein paar Wochen bis zum Fest !

Osterhasen, regt die Pfötchen!

Schon beim Frühlingsputz im Haus

helfen hier die Hasenmädchen.

Und das kleine Schwesterlein

darf das Hasenbaby hüten,

spielt mit ihm im Sonnenschein

auf der Wiese voller Blüten.

Butter, Zucker, Milch und Mehl, -

dann den Teig recht kräftig rühren!

Wenn der Kuchen fertig ist,

muß man ihn noch schön verzieren.

Fleißig sitzt der Hasenbub

in der Werkstatt viele Stunden.

Jedes Ei wird hübsch bemalt

und mit Schleifen eingebunden.

Fertig! Aus dem Hasenhaus

müssen rasch die Jungen eilen,

um die Ostereierpracht

an die Kinder zu verteilen.

Wenn die Ostersonne lacht,

sucht nur gut in Gras und Hecken,

und ihr werdet ganz bestimmt

manches bunte Nest entdecken!


Wir wünschen allen ein schönes Osterfest

Wir wünschen allen ein schönes Osterfest



Frohe Pfingsten



Pfingsten

Pfingsten ist es: Kinder, hört,
was uns dieser Tag beschert.
Jesu Jünger, still verborgen,
machten sich gar große Sorgen
um der Menschen Hass und Spott.
Doch da hat der liebe Gott
seinen Geist auf die ergossen,
dass sie nun gar unverdrossen,
stark und frei sind ausgegangen,
recht mit Eifer angefangen,
viele Menschen treu belehrt
und zum lieben Gott bekehrt.


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Vom heiligen Geist

Wissen die Kinder auch zumeist
noch nicht viel vom Heiligen Geist,
die Hauptsache spüren sie fein und rein:
Heut müssen wir fröhlichen Herzens sein.


Wenn`s Pfingsten regnet

Oben aus dem Fahnenhaus
guckt das schwarze Wettermännchen raus,
spreizt die Beine und grinst uns an:
Schäme dich, alter Wettermann!

Am Ostermontag, vor sieben Wochen,
hast du dem Fritze fest versprochen,
dass zu Pfingsten, im Monat Mai,
das allerschönste Wetter sei.

Und nun regnets, liebe Not,
alle hellen Blüten tot.
Sie liegen da wie nasser Schnee,
auf den Wegen steht See an See.

Ja, wenn wir schon drin baden könnten
wie die Spatzen oder die Enten!
Wir dürfen aber gar nicht raus,
sehn so muschsch wie Maulwürfe aus.

Röche nicht der Kuchen so lecker her,
wüsste man gar nicht, dass Feiertag wär.
Nicht mal die Pfingstkleider kriegt man an:
Schäme dich, schwarzer Wettermann!


Osterzeit

Der Schutzengel möge DICH IMMER begleiten


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