Gedanken für meine Prinzessin
Taufe 04.12.2005
Taufsprüche
Freundschaften
Schutzengel
Nachdenkliches
Wir in Gottes Hand.
Kinder werden nicht gefragt
Wie gut, dass es Oma und Opa gibt!
Wir bauen eine Brücke
10 Gebote
Glaube, noch Zeitgemäß?
Erläuterung zum Gebot 4
Familienkonflikt
Enkel - Großmutter
Mit Kleinkindern philosophieren
Wie können Eltern die Konzentrationsfähigkeit ihre
Wie können Eltern ihren Kindern beim Spracherwerb
Sprache lernen
Erzählen, vorlesen, selber lesen
Bewegung macht Kinder klug
Kinder brauchen Kinder
Soziale Kontakte zwischen Kleinkinder
Was Kinder über Streit und Konfliktlösungen denken
Nur ein Kinderspiel? - oder: Wie Spielen bildet
Vertrautheit fördert und erleichtert den sozialen
Kleinkindforschung und Kleinkindbetreuung
Kreativität der Kinder
Selbstbewusstsein der Kinder stärken
Nachdenkliches
Das Jahr 2006
Kindergedichte
Kindergedichte
Tagebuch eines Kleinkinds 1
Tagebuch eines Kleinkinds 2
Sinnsprüche für Kinder
Halloween
Kindermärchen in Kindergarten und Hort
Abends ein altes Märchen vorlesen - warum nicht:
Martinslieder
Bommel Brummbär und sein Freund Ferdy
Die Fieberelfen
Unser Schnuffi
Frosch Frederiks Geburtstag!
Kinderfragen

Einleitung



Ein Gruß zum Eingeleite
Von unsrer Sonnenseite!
Zwar trefft ihr uns beim Lachen,
Doch ist`s nicht bös gemeint:
Bedenkt, es gibt auch Sachen,
die keiner je beweint.
Wie`s Groß und Kleine treiben
In dieser bunten Welt -
Wir möchten`s nur beschreiben
Wie`s euch und uns gefällt


Der König

Hurra, ich bin ein König - und
Mein Reich, das ist der Wiesengrund,
Der Zaun, der ist mein Thron.

Gleich fang ich zu regieren an.
Wer ist der erste Unteran?
Ich, meines Vater`s einziger
Und hoffnungsvoller Sohn.


Mutter`s Kleine

Und ich bin Mutters Kleine
Ich geh durch dick und dünn,
Hab wieselflinke Beine
Und einen frohen Sinn.

Und wenn du mich genauer fragst
Und es gewiß nicht weitersagst:
Ich bin die Königin.


Max und Moritz

An Max und Moritz findet man
Hier die Lehre dargetan:

Der Mesch kann sich verdecken
Mancherorts als Bösewicht,

Doch nimmer sich verstecken
Hinter seinem Angesicht


Betrachtungsweise

Ein Zaun in aller Welt
Zwar - aber sich verhält.

Ist einerseits zwar gut,
Wenn`s draußen bellen tut.

Ist anderseits Verdruß,
Wenn man drin sein muß.


Der Rabe

Was ist das für ein Bettelmann?
Er hat ein kohlschwarz Röcklein an
und läuft in dieser Winterszeit
vor alle Türen weit und breit,
ruft mit betrübtem Ton: " Rab! Rab!
Gebt mir doch auch einen Knochen ab.

Da kam der liebe Frühling an,
gar wohl gefiels dem Bettelmann:
er breitete seine Flügel aus
und flog dahin weit übers Haus;
hoch aus der Luft, so frisch und munter:
"Hab dank! Hab Dank!", rief er herunter.


**********************************

Liebe Sonne, komm gekrochen
denn mich frierts an allen Knochen.
Liebe Sonne, kommgerannt,
denn mich frierts an meine Han`.


Frühling

Kleine Gärtner

Im Frühling pflanzt man Blumen ein,
die wachsen dann und sprießen:
doch sollen sie recht wohl gedeihn,
so muss man tüchtig sie begießen.

Dann geht man fröhlich hin und her
und sieht nach seinen Beeten.
Wenn doch erst Unkraut gewachsen wär,
dass man auch könnte jäten!

**********************************

Frühling

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünt so fröhlich? Was flüstert im Wald?
Und als ich so fragte, da rauscht`es im Hain;
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!"



Schmutzfink

Püppchen, so halt doch still,
weil ich dich jetzt schrubben will.
Es hilft kein Jammern und kein Schrei'n,
einmal in der Woche muss jedes Puppenkind in die Wanne hinein.
Wenn das Püppchen im Schaum versinkt,
schon fast im Badewasser ertrinkt,
die Puppenmama von Kopf bis Fuß nass gespritzt,
vor lauter Schrubben schon schwitzt,
das ganze Bad tropft und schwimmt,
wird endlich erlöst das Puppenkind.
Es glänzt nun sauber und rein,
schläft heute viel besser als sonst ein.
Was ist mit dir Puppenmama?
Die Badewanne ist für alle Schmutzfinken da.
Es hilft kein Jammern und kein Schrei'n,
eine Puppenmama muss Vorbild sein.


Das Königskind

Wer tanzt mit mir?
Wer spielt mit mir?
Ich bin so sehr allein.
Kam da der gelbe Sonnenstrahl:
Ich tanze Tippel-Huschemal,
willst du meine Tänzerin sein?


Wer tanzt mit mir?
Wer spielt mit mir?
Der Sonnenstrahl ist so fein;
kam da dr wilde Pustewind:
Heideih! Ich spiele Wegefind,
lauf doch! Fang mich ein!


Wer tanzt mit mir?
Wer spielt mit mir?
Der Winde macht mein Krönchen entzwei.
Kam da unser brauner Junge an,
macht`nen Diener wie`n Edelmann:
Prinzess, ich bin sofrei!


April

April! April!
Der weiß nicht, was er will.
Bald lacht der Himmel klar und rein,
bald schaun die Wolken düster drein,
bald Regen und bald Sonnenschein!
Was sind das mir für Sachen,
mit Weinen und mit Lachen
ein solcher Gesaus zu machen!
April! April!
Der weiß nicht, was er will!

*********************************

Oh weh! Oh weh!
Nun kommt er gar mit Schnee
und schneit mir in den Blütenbaum,
in all den Frühlingswiegentraum!
Ganz gräulich ists, man glaubt es kaum:
heute Frost und gestern Hitze,
heute Reif und morgen Blitze;
das sind so seine Witze.
O weh! Oh weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!


*******************************

Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!
Und kriegt der rauhe Wintersmann
auch seinen Freund, den Nordwind an,
und wehrt er sich, so gut er kann,
er soll ihm nicht gelingen;
denn alle Knospen springen,
und alle Vöglein singen.
Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!

*********************************
Fritzchen an den Mai

Komm lieber Mai, und mache
die Bäume wieder grün
und lass mir an dem Bache
die kleinen Veilchen blühn!
Wie möchte ich do so gerne
ein Blümchen wieder sehn!
Ach, liebr Mai, wie gerne einmal spazieren gehn!

In unser Kinderstube
wird mir die Zeit so lang;
bald werd ich armer Bube
vor Ungeduld noch krank.
Auch bei den kurzen Tagen
muss ich mich obendrein
mit den Vokabeln plagen
und immer fleißig sein.

Mein neues Steckenpferdchen
muss jetzt im Winkel stehn,
denn draußen in den Gärtchen
kann man vor Schnee nicht gehn.
Im Zimmer ists zu enge
und stäubt auch gar zu viel,
und die Mama ist strenge,
sie schild aufs Kinderspiel.

Ach, wenns doch erst gelinder
und grüner draußen wär!
Komm lieber Mai, wir Kinder,
wir bitten gar zu sehr!
O komm und bring von allen
uns viele Rosen mit!
Bring auch viel Nachtigallen
und schöne Kuckucks mit!



Der Frosch

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Der Frosch sitzt in dem Rohre,
der dicke, breite Mann,
und siegt sein Abendliedchen,
so gut er singen kann. - Quak, quak!

Er meint, es klingt so herrlich,
könnts niemand so wie er;
er bläst sich auf gewaltig,
meint Wunder, was es wär. - Quak, quak!


Mit seinem breiten Maule
fängt er sich Mücken ein,
guckt mit den dicken Augen
froh nach der Sonne Schein. - Quak, quak!


Das sie ein ewig Quaken,
er wird es nimmer müd,
solange noch ein Blümchen
im Wiesengrund nur blüht. - Quak, quak!


Herr Frosch, nur zu gesungen!
Er ist ein lust`ger Mann!
Im Lenz muss alles singen,
so gut es singen kann. -Quak, quak!


Das Hohe C



S´ stimmt nicht Rabe - stöhnt Florian,
du singst kein klares "C",
hör den kleinen Zeisig an -
wie schön klingt sein Gesang:
tetterett - didldidldidldidleidääh!

Papperlapapp krächzt ärgerlich der Rabe,
übe du erst mal Trompete
meine Stimme ist eine Gottesgabe.
Mich stört dein Gehabe
und dein dummes Täterätete.

Der Bub zieht sein Näschen kraus -
gut, wir werden neu beginnen.
Das hohe "C" lassen wir aus -
Rabe stimmt den Ton tiefer an,
wir wollen jetzt singen ...


Der Floh

Oh weh der Bub ist ein dringlicher Fall -
kleine rote Pünktchen hat er überall.
Sie beißen, brennen und zwicken
am Bein, auf dem Kopf und am Rücken.
Er denkt, es könnte vielleicht Tollwut sein;
deshalb muss Tarzan mit zum Doc hinein.
Der Doc erkennt des Bübchens Krankheit schnell -
untersucht sorgsam Tarzans Hundefell,
schaut beide übern Brillenrand an
und meint schmunzelnd dann:
"Nichts Schlimmes - i wo,
nur ein ganz gewöhnlicher Hundefloh."


Der Rucksack ist voll



Heute will ich ein Globetrotter sein!
Ich packe in den Rucksack ein:
das weiche Kuschelkissen,
man kann ja nie wissen;
für alle Fälle Papas Autoschlüssel,
die Müsli-Schüssel,
Opas goldene Taschenuhr,
die große Rolle Schnur,
Mamas Handy - na logo,
das neue Polizeiauto;
den Tabak zum Rauchen
kann ich nicht brauchen,
die Sonnenbrille von Mama,
ihren Regenschirm - ist klar,
und oben drauf die Feuerwehr,
Hund Wuschel und Teddybär.
Ups - ist der Rucksack schwer!
Ich hätte nicht gedacht,
wieviel Mühe das Packen macht.
Ob Globetrotter soviel Dinge brauchen?
Da muss er ja allweil verschnaufen.
Oder ich packe den Rucksack wieder aus
und bleib zu Haus.


Ein Bützchen



Osterlämmchen,
Osterlämmchen,
komm auf meinen Arm.
Osterlämmchen,
Osterlämmchen,
du bist so weich und warm.
Ich gebe dir ein Bützchen
auf die Schnut',
dann ist alles wieder gut.


Eins für dich



Das schönste Blümlein
soll fürs Brüderchen sein,
ein Blümchen für Mama,
ein Blümchen für Papa,
eins für Oma und Opa,
eins für dich
und eins für mich.
So ist es gut!
Es bleiben noch genug
für den bunten Schmetterling;
er ist ein gar nützlich Ding
für die Bienchen und Käfertier -
Sie danken es dir,
da ihnen die Blumen alles geben
was sie brauchen zum Leben.


Gefangen



Hans im Glück werde ich genannt,
bin bei den Kindern gut bekannt.
Das Märchenbuch hält mich gefangen -
bin Jahre auf dem Papier spazieren gegangen.
Ich würde etwas tauschen oder geben,
könnte ich die Welt der Kinder erleben.
Wird mein Märchen wieder aufgeschlagen,
will ich einen Fluchtversuch wagen.
Das Buch schlägt auf - das Buch schlägt zu,
ich komm total aus meiner Ruh',
ein Bein ist draußen, da klappt es zu.
Ohne Schwein habe ich kein Glück -
ich tausch es einfach wieder zurück.


Ja oder nein



Er liebt mich, er liebt mich nicht ...
mein Blümlein ich frage dich,
ist Paulchen mir wieder gut?
Doch was sich da tut,
werde ich erst wissen,
ist das letzte Blättlein abgerissen.

Er liebt mich, er liebt mich nicht...
mein Blümlein, ich frage dich,
wie wird das Ende im Blütenkranz sein?
Egal ob ja oder nein,
es geht schlecht aus fürs Blümlein.


Kleiner Musikant



Seht unser Geigerlein -
ist so klein, spielt so fein,
wollt ein großer Geiger sein.

Führt den Bogen -
so gewandt mit der Hand
wie ein geübter Musikant.

Wollt in die Ferne zieh'n -
immerfort von Ort zu Ort
bis zum Städtchen St. Georg.

Geigerlein bleib doch hier -
bau ein Heim, gemütlich klein
und zieh hinein.

Suche dir ein Mägdelein -
soll so fein und so rein
wie keine sein.

Gib ihr einen dicken Kuss -
dann wirst du froh, s' ist immer so
wenn’s Herzle brennt lichterloh.


liab's Blümli



Hadschi -
oh, du riechst wie Mamas Duftwässerli
und so rot bist -
wie's Zopfbandl vom Annelies.
Glänzen tust wie a glasiert's Zuckerapferl.
Weißt was - kommst in mein Haferl.
I nehm di mit ins Hüttli,
stell di aufs Fensterbänkli,
dann haben i und die Leut
an dir eine Freud.
Liab's Blümli i hab di gern
mir allein sollst gehör'n


Märchenstunde



Allein auf der Bank sitzt das liebe Kind,
spürt weder Kälte noch Wind,
versunken in Märchen und Sagen -
und würde man das Bänkle mit ihm forttragen,
hätte es nicht bemerkt, das liebe Kind


Pfeif mir was



He du kecker Hosenmatz -
mein ist dieser Platz!
Willst am End ein Zaunkönig sein;
schaust als gehört dir die Welt allein
wollt tirilieren in aller Ruh,
brauche dich nicht dazu.
Kannst du es besser als ich,
dann fang an - ich höre dich!
Ich glaube, du frecher Hosenmatz
singst schlechter als ein Spatz -
ich pfeif auf dich,
ein Zaunkönig wirst du nicht.


Zum Geburtstag

Ständchen


Zwei herzig Buben
stehen draußen im Wind,
rufen dich, liebes Geburtstagskind,
wollen ein Ständchen dir singen
und ein Körbchen voll
Glück und Segen bringen.


Das Lied



S´ stimmt nicht Rabe - stöhnt unsere Prinzessin,
du singst kein klares "C",
hör den kleinen Zeisig an -
wie schön klingt sein Gesang:
tetterett - didldidldidldidleidääh!

Papperlapapp krächzt ärgerlich der Rabe,
übe du erst mal Trompete
meine Stimme ist eine Gottesgabe.
Mich stört dein Gehabe
und dein dummes Täterätete.

Die Maid zieht ihr Näschen kraus -
gut, wir werden neu beginnen.
Das hohe "C" lassen wir aus -
Rabe stimmt den Ton tiefer an,
wir wollen jetzt singen ...


Opas Schlappen

Mädchen und Hummel


Autsch - pass doch auf,
du trittst gleich auf mich drauf.
Wo will denn ein kleines Kind
mit so großen Schlappen hin?
Unter diesen Riesensohlen
kann man sich ja den Tod holen.
Ich hatte gerade noch Glück -
es fehlte nur ein Stück
und ich läge breitgepatscht
und völlig zermatscht
im Gras.
Wie fändest du das?
Ich könnte mich jetzt rächen
und dich ein bisschen stechen!

Verzeih mir,
kleines Hummeltier,
dass ich dir weh getan hab'.
Opas Schlappen treten alles platt;
ich wollte nichts Böses bezwecken.
Bitte lass deinen Stachel stecken
und bleibe wo du bist,
weil das für uns beide besser ist.
Fliege hinüber in Nachbars Garten,
wo viele Blumen auf dich warten.
Dort stören dich nicht meine großen Sohlen
und du kannst dich im Gras erholen.


Arztbesuch

Oma meint auch das Zahnweh kommt auf mich zu und ich hoffe nicht so früh, denn ich putze meine Zähne fleißig, mit elektrischer Bürste, so macht es doppelt soviel Spaß.

Zahnweh


Bloß weil’s sein muss,
zieht der Bub an der Zahnarztbimmel.
Vorher schaut er lange in den Himmel -
hat zum lieben Gott gebetet,
ob er als mächtiger Himmelsmann
sein Zahnweh heilen kann.
Doch der liebe Gott kann ihn nicht hören,
weil dicke Wolken stören.
In seiner Not überlegt der Bub dann,
wie er am besten den Zahnarzt umgehen kann.
Doch das Zahnweh treibt ihn zur Folterstätte;
er wünscht sich, dass die Qual ein Ende hätte.
Bloß weil’s sein muss,
zieht der Bub an der Zahnarztbimmel.


Aus Nachbars Garten



Im Apfelbaum der freche Wicht
glaubt, Dackel Bazi sieht ihn nicht;
klettert bis zum hohen Ast -
einen roten Apfel hat er fast.
Will keck noch weiter empor,
doch Bazi hebt sein Lauscherohr,
tobt als guter Wachmann
laut bellend heran.
Starr steht die Bürstenmähne -
grauselig klappen die scharfen Zähne.
Apfeldieb nun geht’s dir schlecht -
fremde Äpfel stehlen ist nicht recht!
Im Sprung der Bazi nach ihm schnappt -
kleiner Dieb, hast noch mal Glück gehabt.
Musst nun bang im Apfelbaum hocken,
nichts wird den Bazi weglocken.


Sau-Wetter

Schirmhaus


Bei Regen und bei Sonnenschein
stellen wir uns ins Schirmhaus rein.
Und schüttet der April noch so viel runter,
hier sind wir sicher unter.


Max und Moritz

Unverbesserlich


Max:
"Ich habe eine Idee!
  Wenn sie uns fragen,
  woher wir die Äpfel haben,
  werden wir sagen,
  wir helfen seit Tagen,
  zwecks guter Taten,
  Äpfel austragen."

Moritz lügt munter weiter:
"Wir pflücken für Lehrer Kraus,
  er liegt krank im Haus,
  kann nicht hinaus,
  so kamen wir drauf,
  kletterten auf den Baum hinauf
  und suchten für ihn reife Äpfel aus."

Plötzlich erwischte die Buben ein Donnerknall,
des Lehrers Stimme bedrohlich schallt:
"Habe ich euch, Apfeldiebe, Strolche - halt.
  Wenn ihr euch nicht zum Guten ändert bald,
  kommt ihr in die Besserungsanstalt!"

Ja liebe Kinder, böse Streiche kommen immer an den Tag
schaut bei Max und Moritz nach.


Pferdchen lauf

Hüü Maja hüü,
weil unsere Prinzessin ausfahren will-
hüü - hotte - hüü!

Lauf Maja lauf,
mal runter und mal rauf -
lauf - lauf - lauf!

Trab Maja trab,
weil unsere Kleine es gerne hat -
trab - trab - trab!

Hopp Maja hopp,
holla hopp im Galopp -
hopp - hoppla - hopp!

Steh Maja steh,
vor dem Badesee -
brrr - brrr - oh je!

Da macht es klatsch,
da macht es patsch -
unsere Kleine ist pitsch-patsch-nass!


Martinstag

Weil ich euch mag


Gänslein, ich sag euch was:
wenn ihr unentwegt fresst,
euch voll stopft mit Gras;
dann werdet ihr zu groß,
zu prall und zu fett -
ich sag's euch bloß,
weil ich’s nicht gern hätt
und weil ich euch mag.
Seid ihr groß, prall und fett,
holt euch am Martinstag
der Schlachter weg.


Heuschrecke

Verjagt


Heuschreck' spring weg,
ich bin auf der Jagd
und springst du nicht weg,
ist heut dein letzter Tag.

Die Heuschreck' springt weg,
bis nach Amerika
und ist sie nicht weg,
dann ist sie noch da.


Die Beschauung



Staunemann gib acht,
auf das Licht
im grünen Weihnachtstann'!
Pass auf,
dass kein Hauch
es auslöschen kann!
Staunemann sei still,
weil heute Nacht
das Christkind kommen will!


Ein Lichtlein brennt



Englein im Advent
trag ein Licht in die Welt;
lass es leuchten und strahlen,
dass es hell wird in uns allen.
Lass es nicht vom Wind verwehen,
damit wir froh durch die Adventszeit gehen.



Weil Weihnachten ist

Zu Weinnachten,
da haben wir uns alle gern;
auch die Nachbarn,
die uns immer stören
und die Plagen,
die nicht auf uns hören -
da laden wir
die ganze Verwandtschaft ein -
was sein muss,
das muss sein -
dabei wären wir
viel lieber allein.
Beim Abschied sagen wir dann:
"Auf Wiedersehen - es war schön"
und denken dabei -
Gott sei dank, der Tag ist vorüber,
hoffentlich kommen sie
im nächsten Jahr nicht wieder.


Heute ist Fastnacht



Heute ist Fastnach,
heute wird Radau gemacht,
Keiner soll uns Narren kennen,
uns bei unserm Namen nennen.



*******************************************************

Armer Fastnachtreiter

Ich bin ein armer Fastnachreiter.
Ich hab einen Schimmel. der kann nicht mehr weiter.
Er hat keine Nase, er hat kein Maul,
er ist halt ein armer Schindergaul.


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Der Fasching ist herum

Ri-ra-rum,
der Fasching ist herum!
Die Vögel und die Blumen,
die wollen wiederkommen.
Ri-ra-rum,
der Faschin ist herum!

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Nun treiben wir den Winter aus,
den alten kalten Krächzer,
und jagen ihn zum Land hinaus,
den Brummbär und den Ächzer,
und laden uns den Frühling ein
mit Blumen und mit Sonnenschein,
juhei! Juhei, juhei!
O komm herbei! O Mai, o Mai!

Das leere Stroh, das dürre Reis
und alles, was vermodert,
das geben wir dem Feuer preis,
dass hoch die Flamme lodert,
und laden uns den Frühling ein
mit Blume und mit Sonnenschein,
juhei! Juhei, juhei!
O komm herbei! O Mai, o Mai!

Das Lied ist aus!
Der Winter ist vergangen,
wir singen drum ein Gloria
dem Lenz, der angefangen.
Jetzt zieht der frohe Frühling ein
mit Blumen und Sonnenschein,
juhei! Juhei, juhei!
O komm herbei! O Mai, o Mai!



Mit dem Rosenmontag wird der Winter vertrieben und alle Narren hoffen auf den Frühling.




Der Glücksbringer

Ich treibe mein Wesen,
mit Leiter und Besen.
Ich lauf allerwegen,
zu klimmen, zu fegen.
Bin häßlich zu schauen,
bei Mädchen und Frauen.
Teils, teils nur beliebt.

Der Schwarze wohl heiß ich,
Doch glaubt ihr - das weiß ich -
Mein Anblick bedeute,
ein glückliches Heute.
Und Glück wollt ihr alle -
drum ich euch gefalle,
wenn`s Kehricht auch gibt.


Der Photograph

Der Photograph, schon längst gewitzt,
Ermahnt den Menschen, der ihm sitzt:
Nur für einen Moment,
Bitte, recht intelligent!

Nun drückt er - sei`s wie immer,
denn sonst wird`s immer schlimmer.
Ach ja, die Größe des Moments,
behindert leicht die Intelligenz.


Skifahren

Da steh ich und schaue,
hinunter zum Hang.
Statt dass ich mich traue,
Versteif ich mich bang.

So gut ist`s gegangen,
hinauf und gradaus.
Jetzt sind mir die Stangen
und Bretter ein Graus.

Sind vier gegen einen
únd keiner weiß wie.
Hinab, will mir scheinen,
getrau ich mich nie.


Fashing

Maskengeh`n, Maskengeh`n,
Einmal nur im Jahre!
Rot und grüne Lichter tragen,
Leute mit der Pritsche schlagen -
Einmal nur im Jahre!

Lichter schön, Lichter schön,
Schön wie Mond und Sterne!
Seht nur, wie die groß und kleinen
Hoch am Stecken niederscheinen -
Schön wie Mond und Sterne!


Der Chef

Vom Menschen sich zum Chef erschwingen,
ist eines von den schwersten Dingen.
Für`s erste muß er hierzu haben,
natürlich imposante Gaben.
Vor allem durch die Macht des Blickes,
wird er zum Meister des Geschickes.
Dann wird durch starke Ellenbogen,
so manches Minus ausgewogen.
Auch das Organ in hellem Forte,
beweist den Herrn der prima Sorte.
Doch erst in Tip-top Schneidehülle,
gelangt der Chef zur Wirkungsfülle.


Der Dirigent

Der Dirigent,
nach Ehre brennt.
Der Abend lang,
wie ist er bang,
dass wo ER führt,
doch nichts passiert.

Er kommt und steigt,
dann tief verneigt,
begrüßt er stracks
-O Sitz des Fracks!-
vom Podium,
dass Publikum.

Nun klopft sein Stab,
taucht tief hinab,
und bringt dem Ohr,
Musik hervor,
die jeden rührt,
wenn nichts passiert.

Der Mensch nun,
weil sein Vorderteil,
der halben Welt,
stets vorenthält:
Drum diese sieht,
nur Rückgebiet.

Doch ER gewinnt,
nach vorn und hint,
weil nichts passiert,
wie ER regiert,
mit Eleganz,
den Ruhmeskranz.


Das Mägdlein

Mädlein - um zu gratulieren,
sieht man`s artig deklamieren.
Auch ein Blumenangebinde,
stehet wohl dem Glückwunschkinde.
Doch, dass sich der Kasperl heftet,
Inaktiv und sehr entkräftet,
An den Akt der Anerkenntnis,
führt vielleicht zu Mißverständnis.


Der Flötenspieler

Kunst und Künstler zu genießen,
scheint sich manchmal auszuschließen.
Flötenspiel ist schön zu hören,
doch der Anblick könnte stören.
Was die Seele uns erheitert,
ihm das Antlitz sehr erweitert.
Rätlich ist`s bei Blasmusik,
beide Augen zuzudrücken.


Der Lehrling

Der Lehrling alles Süßen
übt mancherlei Gestaltung.
Doch steht auf schwachen Füßen,
die Tugend der Enthaltung.

Ob auch das Herz ihn mahne,
die Lust ist nicht geringer:
hat ihn versucht die Sahne,
tut er`s mit seinem Finger.


Der Ober

Der Mensch tut was er soll,
zumeist entsagungsvoll:
Wie`s hier dem Mann obliegt,
der trägt, was er nicht kriegt.


Gratulation

"Wir Kleinen auf acht Beinen,
Zu vieren gratulieren."
"Ich eine komm mit Weine."
"Ich zweite ihr zu Seite:
Die Blüten darf ich hüten."
"Wir beiden, zu beneiden,
Wir grüßen mit dem Süßen."
"Der Kuchen, ja der Kuchen!
Wir täten gern versuchen -
`s ist nur, damit man sicher wüßt,
Ob es auch gut geraten ist."


Der Chor

Zur Ehrung bestellt,
hat der Chor sich gesellt.
Vier Mann stark er singt,
`nauf - `nunter sich schwingt.

Der erste Tenor
tut sehr sich hervor.
Der zweite nicht so,
es ist ihm zu hoh.

Beim Baß ist`s verkehrt,
ist nunter was wert.
Der erst`nicht verkraft`s,
der zweite, der schafft`s.

So macht man wett
im Männerquartett,
daß jeglicher Mann,
was anderes kann.

O steige empor,
du erster Tenor!
Zum Glück halten drei,
dir die Leiter dabei.


Der Philosoph

Es bringt der Mensch, man sieht es hier,
Geheime Nöte zu Papier.
Er schafft nach Maß, Zahl und Gewicht
aus Durcheinander ein Gedicht.
Das Bild ist in memoriam,
weil es inzwischen anders kam:
mit Hilfe vieler Pferdekraft
ist Posie nun abgeschafft.
Und offenbar geht irgendwie
nun alles promter ohne sie.


Der Sternengucker

Hingegen auch die Außenwelt,
an die man mit Nutzen hält,
erlegt im weiteren Verlauf
dem Menschen manches Rätsel auf.
Er blickt z.B. durch ein Rohr
zum Sternenzelt der Nacht empor.
Er läßt ihn, was sich da entpuppt,
bezweifeln, ob es dort auch hupt.
Er zeigt sich jedenfalls ein Rest,
der sich zu nichts verwenden läßt.


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