Gedanken für meine Prinzessin
Taufe 04.12.2005
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Freundschaften
Schutzengel
Nachdenkliches
Wir in Gottes Hand.
Kinder werden nicht gefragt
Wie gut, dass es Oma und Opa gibt!
Wir bauen eine Brücke
10 Gebote
Glaube, noch Zeitgemäß?
Erläuterung zum Gebot 4
Familienkonflikt
Enkel - Großmutter
Mit Kleinkindern philosophieren
Wie können Eltern die Konzentrationsfähigkeit ihre
Wie können Eltern ihren Kindern beim Spracherwerb
Sprache lernen
Erzählen, vorlesen, selber lesen
Bewegung macht Kinder klug
Kinder brauchen Kinder
Soziale Kontakte zwischen Kleinkinder
Was Kinder über Streit und Konfliktlösungen denken
Nur ein Kinderspiel? - oder: Wie Spielen bildet
Vertrautheit fördert und erleichtert den sozialen
Kleinkindforschung und Kleinkindbetreuung
Kreativität der Kinder
Selbstbewusstsein der Kinder stärken
Nachdenkliches
Das Jahr 2006
Kindergedichte
Kindergedichte
Tagebuch eines Kleinkinds 1
Tagebuch eines Kleinkinds 2
Sinnsprüche für Kinder
Halloween
Kindermärchen in Kindergarten und Hort
Abends ein altes Märchen vorlesen - warum nicht:
Martinslieder
Bommel Brummbär und sein Freund Ferdy
Die Fieberelfen
Unser Schnuffi
Frosch Frederiks Geburtstag!
Kinderfragen

Unser Schnuffi



Wir haben einen Hund bekommen! Eines Tages, als Renate in der Schule war, sagte Mama zu mir: "Lauf zum Förster hinüber, er hat einen jungen Dackel für uns, den wollen wir deiner Schwester zum Geburtstag schenken." Da wußte ich gar nicht mehr, wohin vor Freude, und bin ganz toll im Zimmer herumgehüpft. Dann habe ich den Puppenwagen geholt und mich auf den Weg gemacht. Vor dem Haus stand Nachbars Brigitte mit dem kleinen Flori an der Hand. Sie fragte mich, ob ich jetzt auch mit Puppen spielen würde - aber ich lachte nur und schüttelte den Kopf.

Der Förster hatte schon auf mich gewartet und legte mir gleich den Dackel in die Arme. Winzig klein war der, und er wog höchstens ein Pfund, oder vielleicht nur ein halbes. Sein Fell war weich, und lockige Schlappohren hatte er.
Ich bedankte mich und packte den Hund in den Puppenwagen, aber er wollte nicht liegen bleiben und wühlte in den Kissen herum. Dann schüttelte er sich, legte den Kopf zwischen die Pfoten und guckte neugierig aus dem Wagen. Brigitte und Flori staunten nicht schlecht, als sie sahen, was ich da in meinem Wagen hatte. Na, und Renate war natürlich außer sich vor Freude, als sie den Dackel in seinem Körbchen auf dem Geburtstagstisch entdeckte.





"Wie wollt Ihr ihn denn nennen?" fragte Papa. Ich sagt: "Struppi oder vielleicht Michael." "Aber Markus", rief Renate, "Michael heißt doch kein Hund, höchstens ein Erzengel. Und Struppi paßt auch nicht, denn sein Fell ist weich wie Seide." Unser namenloser Hund war, ohne dass wir es gleich bemerkten, aus deinem Körbchen gestiegen und lief auf dem Tisch herum. Dann schnuffelte er an den Geschenken und an der großen Schokoladentorte. "Ich hab`s!" rief ich. "Wir taufen ihn Schnuffi!" "Einverstanden", sagte meine Schwester, " manchmal hast du ja doch prima Ideen!"
Bei der Taufe hat der Schnuffi fürchterlich gebellt, weil Renate ihm ein Glas Wasser über den Kopf geschüttet hat. Seine Schlappohren tropften-so naß waren sie dabei geworden. Dann ist er wie verrückz im Kreis herumgerannt und hat sich geschnüttelt, dass es nur so spritzte. Schließlich verkroch er sich unters Sofa und kam den ganzen Tag nicht mehr hervor.




Einmal im Sommer, als wir beim Frühstück saßen, kam ein kleines, scheckiges Kätzvhen zum offenen Fenster herein, sprang auf den Tisch und schaute uns fragend an.
Dann schnupperte es vorsichtig an der Milch. Coko, unser Wellensittich,hüpfte aufgeregt auf seiner Stange hin und her und krächzte: "Hilfe, Hilfe, Einbrecher!"


Aber keiner hörte ihn. Renate meinte, dass das Kätzchenvielleicht niemandem gehören würde und wir es behalten dürften. - so war es dann auch. Schnuffi sprang auf den Stuhl neben mir und knurrte mißtrauisch. Doch als er sah, dass wir das Kätzchen streichelten und ihm zu trinken gaben, beruhigte er sich und versuchte sogar, dem Kätzchen das Fell zu lecken. - Jetzt sind wir also zu fünft: zwei Kinder und drei Tiere.
An einem schönen Nachmittag beschlossen wir, einen Ausflug zu machen. Mama gab uns belegte Brote und Saft mit. Ich war gerade dabei den Puppenwagen für Schnuffi und Mikesch (so haben wir das Kätzchen inzwischen genannt, denn es ist ein Kater) fertigzumachen, als Brigitte mit dem Flori daherkam. Natürlich durfteb die beide auch mit. Renate schob den Wagen, in dem sich Schnuffi und Justus getrn spazierenfahren lassen.


Mich haben sie mit Coko im Käfig vorauslaufen lassen. "Damit du nicht verlorengehst", haben sie gesagt. Aber ich gehe gar nicht verloren, wenn ich nicht will.



Im Wald haben wir erst unsere Brote gegessen und den Saft getrunken. Dann haben wir verstecken gespielt und Bäimchen wechle dich. Mikesch ist an einem Baumstamm hochgeklettert und hat dann ganz jämmerlich geschrien, weil er nicht mehr herunter konnte. Glücklicherweise konnte Renate unser Kätzchen wieder holen.
Mit Mikesch ist überhaupt immer was los. Einmal,an einem verregneten Nachmittag, war er plötzlich verschwunden. Erst dachte ich, er springt vielleicht im Garten hrtim und wird ganz nass. Aber weder ein nasses noch ein trockenes Kätzchen kam. Als wir vier Stunden vergeblich gewartet hatten, bekamen wir doch Angst, es könnte ihm etwas zugestoßen sein. Mama tröstete uns und erklärte, dass Kätzchen öfter mal zwei oder drei Tage nicht nach Hausee kämen.


Gegen Abend sagte Renate plötzlich: "Es ist doch Quatsch, wegen eines weggelaufenen Katers Löcherm in die Luft zu starren. Ich gehe jetzt Puppenkleider waschen." Aber ich hatte keine Lust, irgendetwas zu tun. Ich musste immer an Mikesch denken. Auf einmal hörte ich meine Schwester drüben, im Badezimmer, laut lachen. Wütend lief ich hinüber, um die zu fragen, ob es ihr denn egal sei, dass wir jetzt nur noch zwei Tiere hätten.
Als ich aber die Badezimmertüre aufmachte, musste auch ich lachen. Da hockte doch unser Mikesch in der Waschmaschine, guckte ein bißchen verstört aus dem runden Fenster und waretet, bis wir ihn heraushoben. Waren wir froh, dass wir unser Kätzchen wieder hatten!


Schnuffi ist jetzt fast ein halbes Jahr alt. Ws wird Zeit, dass er was lernt. Zwar hinterläßt er schon lange keine Pfützen mehr auf dem Teppich, das haben wir ihn abgewöhnt, aber Männchen machen und Stöckchen bringen, kann er noch nicht. "Du musst es ihm vormachen, Markus", hat Renate zu mir gesagt und mir einen Haselstecken zwischen den Zähnen geschoben. Dann hab ich Männchen gemacht und Renate den Stecken hingehalten - und tatsächlich hat Schnuffi es nach einiger Zeit begriffen und nachgemacht. Mikesch kam dazu und wollte es auch probieren. Er hob die Pfötchen und versuchte, aufrecht zu sitzen, aber er purzelte immer wieder um.

Schnuffi ist ein lieber Hund, aber manchmal tut er etwas, was er nichz tun soll, zum Beispiel Kuchen aus der Speisekammer stibitzen oder sich in meinem Bett verstecken, wenn er etwas angestellt hat.
Mama hatte Käsekuchen gebacken. Gerade brachte Renate das Tablett mit dem Kakao herein, als Schnuffi mit einer Wurdt im Maul aus der Küche gesaust kam, wie ein Wirbelwind durchs Zimmer fegte und im Kinderzimmer verschwand - auf dem Weg zu meinem Bett.


Renate stolperte und Coko schrie: " Hilfe, Uffi Räuber!" - aber Tassen, Teller, Kanne und Löffel flogen schon auf den Boden, und der Kakoo lief zwischen den Scherben wie ein Bächlein in der Wiese. Ein Glück, dass der Kuchen noch in der Küche stand! Als Renate zu weinen anfangen wollte, meinte Mama, es sei ja nicht so schlimm, Es seien ja nur zwei Tassen und die Kanne kaputt - und Kakao könnten wir ja noch einmal kochen, schließlich wolle der Hund ja auch was haben, wenn wir Menschen essen.

Mit unserenTieren haben wir viel Spaß. Wenn das Wetter zu schlecht ist, um draußen spielen zu können, darf Coko im Zimmer herumfliegen. Er schimpft dann in den kleinen Spiegel, den wir ihm hinlegen, und Schnuffi drängt sich zwischen uns, damit ihm ja nichts entgeht. Manchmal springt Mikesch auf den Tisch und faucht Coko an, aber er tut ihm nichts. Das weiß unsewr Wellensittich, und darum schimpft er auch frech auf den Kater ein- der sich aber nicht das geringste daraus macht.


Bald habe ich Geburtstag, und ich wünsche mir ein Pferd. Ich weiß nicht, ob ich eins bekomme, denn Papa meint, ein Pferd bräuchte einen Stall, und wir haben keinen. Dann wünsche ich mir eben etwas anderes mit vier Beinen- oder mit zwei, und nach meinem Geburtstag verrate ich euch, was ich bekommen habe.

Sauberkeit muss sein.

Meine kleine Prinzessin




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