Gedanken für meine Prinzessin
Taufe 04.12.2005
Taufsprüche
Freundschaften
Schutzengel
Nachdenkliches
Wir in Gottes Hand.
Kinder werden nicht gefragt
Wie gut, dass es Oma und Opa gibt!
Wir bauen eine Brücke
10 Gebote
Glaube, noch Zeitgemäß?
Erläuterung zum Gebot 4
Familienkonflikt
Enkel - Großmutter
Mit Kleinkindern philosophieren
Wie können Eltern die Konzentrationsfähigkeit ihre
Wie können Eltern ihren Kindern beim Spracherwerb
Sprache lernen
Erzählen, vorlesen, selber lesen
Bewegung macht Kinder klug
Kinder brauchen Kinder
Soziale Kontakte zwischen Kleinkinder
Was Kinder über Streit und Konfliktlösungen denken
Nur ein Kinderspiel? - oder: Wie Spielen bildet
Vertrautheit fördert und erleichtert den sozialen
Kleinkindforschung und Kleinkindbetreuung
Kreativität der Kinder
Selbstbewusstsein der Kinder stärken
Nachdenkliches
Das Jahr 2006
Kindergedichte
Kindergedichte
Tagebuch eines Kleinkinds 1
Tagebuch eines Kleinkinds 2
Sinnsprüche für Kinder
Halloween
Kindermärchen in Kindergarten und Hort
Abends ein altes Märchen vorlesen - warum nicht:
Martinslieder
Bommel Brummbär und sein Freund Ferdy
Die Fieberelfen
Unser Schnuffi
Frosch Frederiks Geburtstag!
Kinderfragen

Es war an einem kalten, nebligen Abend im November. Die kleine Sybille lag in ihrem Himmelbett mit den rosa Vorhängen und schwitzte. Sie hatte Fieber, Kopfschm°rzen plagten sie, und ihr kleines Herzchen pochte ganz schnell. Eben hatte sie noch heißen Kamillentee getrunken, der ihr gar nicht schmeckte. Aber ihre Mama hatte gesagt, daß der Tee helfen würde, schnell wieder gesund zu werden.

Mama war nun runtergegangen und hatte Sybille gesagt, sie solle jetzt schlafen, dann würde es ihr bald bessergehen. Das Kopfw°h und das Herzklopfen ließen Sybille aber nicht zur Ruhe kommen, die Augen fiel ihr immer wieder auf. Sybille schaute zum Fenster, durch das der Mond wie durch eine Milchsuppe schimmerte und Sybilles Zimmer in bläuliches Licht tauchte.

Plötzlich hörte Sybille eine Stimme, ganz hell und unwirklich: "Danke, Sybille, daß du deinen Tee ausgetrunken hast. Damit hilfst Du uns bei unserer Arbeit!"

Sybille guckte erstaunt um sich, aber nichts war zu sehen. Schnell nahm sie ihren Schlafesel Bingo in den Arm, um ihn vor dem Unheimlichen zu schützen. Einen Moment war es still, dann erklang erneut diese helle Stimme: "Sybille, wir sind hier, hier bei Dir." Doch Sybille konnte wieder nichts erkennen, es war niemand da. "Du kannst uns nicht sehen, wir sind in dir drin."

Sybille guckte auf ihre Hände und ihre Arme, dann hob sie die Bettdecke und schaute auf ihre Beine. Aber sie konnte nichts Ungewöhnliches entdecken.

"Wir sind die Fieberelfen", sagte nun die helle Stimme.
Fieberelfen??? Sybille dachte nach. "Was!" rief sie nach einer Weile erbost, "ihr seid sch°ld, daß ich Fieber habe?! Daß ich so schwitzen muss und der Kopf so schm°rzt? Ihr tut mir w°h, ihr seid gemein, hört sofort damit auf!"

"Nein, Sybille - so stimmt das nicht", antwortete die Fieberelfe. "Wir Fieberelfen machen das Fieber nicht, um dich zu qu°len und Dir w°h zu tun." Die helle Stimme klang nun beleidigt. "Wir machen das nur, um die b°sen Feinde, die in Deinen Körper gelangt sind und ihn kap°ttmachen wollen, wieder rauszuwerfen. Damit Du bald wieder gesund wirst und spielen und herumtoben kannst. Wir wollen dir nur helfen."
"Wieso sind denn Feinde in meinem Körper? Wie sind die da reingekommen?" fragte Sybille.

"Immer wenn du kalt wirst und frierst, können die F°inde in deine Haut eindr°ngen, ohne dass du es merkst", erklärte die Fieberelfe. "Oft erkennen wir Fieberelfen das sofort. Dann räumen wir die F°inde weg, ehe Du überhaupt spürst, daß sie in deinem Körper waren. Aber manchmal - wie jetzt - sind es einfach zu viele von ihnen. Dann müssen wir in deinem Körper das Fieber anheizen, das mögen die F°inde nämlich gar nicht. Wir Fieberelfen können die dann aus deinem Körper heraussammeln", erklärte die Fieberelfe weiter.

"Toll", stellte Sybille jetzt fest. "Und wie macht ihr das?"
"Wir Fieberelfen haben weiße Umhänge an. Und mit unseren Umhängen fangen wir alle F°inde. Wie mit einem Netz. Wir sausen in deinem ganzen Körper herum, durch alle deine Bahnen in dir. Dadurch bringen wir viel mehr Bewegung in deinen Körper als sonst. Das erzeugt die Wärme - das Fieber! Erst wenn alle F°inde gefangen sind, setzen wir uns wieder ruhig hin. Dann ist dein Fieber vorbei - und du bist wieder gesund! Der heiße Tee, den du vorhin getrunken hast, hilft uns bei unserer Arbeit sehr. Er erleichtert uns die Jagd auf die F°inde in deinem Körper", erklärte die Fieberelfe. "Du kannst uns sehr bei unserer Arbeit unterstützen, wenn du dich nicht gegen uns und gegen das Fieber wehrst. Wenn Du lieb an uns denkst, dich entspannst und ruhig und tief atmest. So bekommen wir genug Luft für unsere Arbeit. Wir brauchen nämlich viel Luft. Wirst Du das versuchen, Sybille?" Fragte die Fieberelfe.

"Gern", antwortete Sybille. "Werde ich dann schnell wieder gesund?" "Natürlich", sagte die Fieberelfe. "Wenn du jetzt mit lieben Gedanken an uns Fieberelfen ganz ruhig atmest und darüber einschläfst, dann wirst du morgen gesund aufwachen. Wir sind bei dir, wir helfen dir ja", erinnerte die Fieberelfe noch einmal. "Gute Nacht"

Sybille fühlte sich nun schon etwas besser. Sie tat, was die Fieberelfe gesagt hatte. Nahm ihren Esel Bingo in den Arm, atmete ruhig, und bald fielen ihr auch die Augen zu.

Am nächsten Morgen, als sie aufwachte, schien die Sonne ins Fenster. Sybille fühlte sich prächtig. Das schwitzen, die Kopfschmerzen und das Herzklopfen waren verschwunden.

Mama kam herein: "Na, wie geht es denn meinem kranken Mäuslein heute? Wir wollen gleich mal Fieber messen."
"Nein", sagte Sybille, "das brauchen wir nicht. Ich hab bestimmt kein Fieber mehr, denn die Fieberelfen haben alle F°inde aus meinem Körper vertr°eben. Ich bin wieder gesund!"

Mama guckte ungläubig, aber das Thermometer zeigte kein Fieber mehr an ...

Immer wenn Sybille später mal Fieber bekam, dachte sie an die Fieberelfen, versuchte, ihnen bei der Arbeit zu helfen - und wurde ganz schnell wieder gesund.








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