Gedanken für meine Prinzessin
Taufe 04.12.2005
Taufsprüche
Freundschaften
Schutzengel
Nachdenkliches
Wir in Gottes Hand.
Kinder werden nicht gefragt
Wie gut, dass es Oma und Opa gibt!
Wir bauen eine Brücke
10 Gebote
Glaube, noch Zeitgemäß?
Erläuterung zum Gebot 4
Familienkonflikt
Enkel - Großmutter
Mit Kleinkindern philosophieren
Wie können Eltern die Konzentrationsfähigkeit ihre
Wie können Eltern ihren Kindern beim Spracherwerb
Sprache lernen
Erzählen, vorlesen, selber lesen
Bewegung macht Kinder klug
Kinder brauchen Kinder
Soziale Kontakte zwischen Kleinkinder
Was Kinder über Streit und Konfliktlösungen denken
Nur ein Kinderspiel? - oder: Wie Spielen bildet
Vertrautheit fördert und erleichtert den sozialen
Kleinkindforschung und Kleinkindbetreuung
Kreativität der Kinder
Selbstbewusstsein der Kinder stärken
Nachdenkliches
Das Jahr 2006
Kindergedichte
Kindergedichte
Tagebuch eines Kleinkinds 1
Tagebuch eines Kleinkinds 2
Sinnsprüche für Kinder
Halloween
Kindermärchen in Kindergarten und Hort
Abends ein altes Märchen vorlesen - warum nicht:
Martinslieder
Bommel Brummbär und sein Freund Ferdy
Die Fieberelfen
Unser Schnuffi
Frosch Frederiks Geburtstag!
Kinderfragen



Vertrautheit fördert und erleichtert den sozialen Austausch

Je vertrauter Kleinkinder miteinander werden, desto mehr Interesse zeigen sie aneinander und desto besser gelingt es ihnen, auch in längeren sozialen Austausch einzutreten. Einander wohl vertraute Kleinkinder spielen (im Vergleich zu solchen, die sich nur flüchtig kennen) früher Spiele, bei denen abwechselnd unterschiedliche Rollen eingenommen werden (z.B. gegenseitiges Nachjagen, beim Puzzeln abwechselnd ein Teil einsetzen) und sie sind früher und besser in der Lage, miteinander zu kooperieren. Kurz gesagt: Sie zeigen ein kompetenteres Sozialverhalten und ein umfangreicheres und flexibleres Repertoire sozialer Verhaltensweisen. Man nimmt an, dass die noch nicht auf Sprache beruhenden Kommunikationsformen der Kleinkinder eine stabile Umgebung erfordern, um erfolgreichen sozialen Austausch zu gewährleisten. Kleinkinder sind noch stark auf das Einüben und Wiederholen von ganz spezifischen Situationen und (Spiel-)ritualen angewiesen, um deren Bedeutung zu erlernen, wieder zu erkennen und passende Handlungsbeiträge zu leisten.

Miteinander vertraute Kleinkinder mögen z.B. das Wissen darüber teilen, was in ihrer Gruppe mit bestimmten Materialien gespielt wird, welche Kinder bestimmte Spiele ablehnen oder aber besonders einfallsreich spielen oder wie die Erzieherin auf einzelne, oft wieder kehrende Situationen reagiert. Dadurch wird ihnen eine "Rollenübernahme im Handeln" möglich, selbst wenn sie noch nicht fähig sind, gedanklich die Perspektive eines Gegenüber nachzuvollziehen. Gemeinsames Handeln und kooperatives Spiel kann somit eher entstehen.





Kleinkinder entwickeln enge Beziehungen zueinander

Offensichtlich formieren Kleinkinder, sobald sie sich regelmäßig treffen, auch erste Beziehungsmuster. Schon Babys unter einem Jahr verteilen ihre Aufmerksamkeit unterschiedlich auf die anwesenden Peers; meist erhalten eher ältere und damit in ihrem Verhalten interessantere Kinder mehr Blicke und Kontaktangebote als andere Kinder (vgl. Rauh, 1985). Bald kommt es in stabilen Gruppen zu einer nachweisbaren Bevorzugung bestimmter Interaktionspartner. Die meisten Kinder präferieren ein oder zwei andere Kinder der Gruppe und treten mit diesen verstärkt in einen sozialen Austausch, während zu anderen wenig oder kein Kontakt entsteht. Diese Tendenz verstärkt sich im Verlauf der ersten Lebensjahre. Auch die Qualität der Interaktionen variiert in Abhängigkeit vom Partner. Es entstehen spezielle Beziehungen zwischen zwei Kindern, die sich dadurch auszeichnen, dass die aneinander gerichteten Kontaktinitiativen meist erfolgreich sind, ihre Interaktionen mit positiven Gefühlsäußerungen einhergehen und in Länge und Komplexität die Interaktionen anderer Kind-Kind-Dyaden übertreffen. Auch wenn wir vorsichtig damit sein sollten, bei Kindern in einem Alter, in dem sie zur Selbstauskunft noch nicht fähig sind, bereits von Freundschaften zu sprechen, gibt uns die empirische Forschung doch Hinweise darauf, dass schon Kleinkinder zwischen mehreren Interaktionspartnern differenzierte Wahlen treffen und im Kontakt mit ihnen unterschiedliches Verhalten realisieren. Einige der typischen Verhaltensweisen, wie sie in Freundschaftsbeziehungen älterer Kinder nachgewiesen wurden, konnten auch schon zwischen Kleinkind-Dyaden beobachtet werden, z.B. sich gegenseitig helfen, Intimität suchen bzw. sich von anderen Kindern abgrenzen, Loyalität und Gleichartigkeit demonstrieren und Besitz mit dem Partner teilen

Soziale Kontakte zwischen Kleinkinder


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